ESO_Article_Dashboard_CharacterBuilding_619x499.jpgThe Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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07. Juni 2017

Wie ihr in „The Elder Scrolls Online: Morrowind“ euren Charakter erstellt

The Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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Bevor ihr auch nur einen Fuß in Morrowind, das neueste Kapitel von „The Elder Scrolls Online“ setzt, werdet ihr eine ziemlich grundlegende Frage beantworten müssen:

Wer seid ihr?

Für die Beantwortung dieser Frage solltet ihr euch etwas Zeit nehmen. Entscheidungen beispielsweise bezüglich Volk und Klasse haben durchaus spürbare Auswirkungen auf eure Erfahrungen, etwa die zur Verfügung stehenden Fertigkeitsbäume und Geschichten. Glücklicherweise handelt es sich bei der gewissenhaften Charaktererstellung um einen Aspekt des Rollenspiels, der ganz besonders Spaß macht. Da bildet ESO keine Ausnahme.

Wenn ihr nun also bereits vorangegangene Spiele der „Elder Scrolls“-Reihe – besonders „The Elder Scrolls V: Skyrim“ – gespielt habt, wird euch das Ganze sehr vertraut vorkommen. Ihr fangt an, indem ihr euer Volk und euer Geschlecht wählt; dann geht es weiter mit der Entscheidung über eure Klasse und zu guter Letzt passt ihr euer Aussehen individuell an. Doch langjährigen Fans von „Skyrim“ und dem ursprünglichen „Morrowind“ werden auch ein paar Unterschiede auffallen, weshalb wir uns die Charaktererstellung einmal näher ansehen wollen.

Jetzt wird's volkstümlich

In „The Elder Scrolls Online“ ist jedes der neun großen Völker an eine der drei Allianzen gebunden. Bretonen, Orks und Rothwardonen sind im Dolchsturz-Bündnis vereinigt; Hochelfen, Waldelfen und Khajiit haben sich im Aldmeri-Dominion zusammengeschlossen; und Argonier, Dunkelelfen und Nord bilden den Ebenherz-Pakt.

Wenn ihr „Morrowind“ startet, findet ihr euch auf einem Schiff wieder, das auf dem Weg zur Vulkaninsel Vvardenfell ist – ganz gleich, welches Volk ihr gewählt habt. Natürlich könnt ihr von Anfang an durch ganz Tamriel streifen. Wenn ihr also sofort die Einführungsgebiete überspringen und euer Abenteuer an einem anderen Ort beginnen wollt, könnt ihr auch das gern tun. Doch wenn dies euer erster Kontakt mit „The Elder Scrolls Online“ ist, bildet die Einführung in die Geschichte, die euch das Tutorium von „Morrowind“ bietet, einen wunderbaren Ausgangspunkt.

„Elder Scrolls“-Kenner sind auch noch mit einem anderen Aspekt vertraut, den die Wahl des Volkes mit sich bringt: Jedes der neun Völker hat ein paar eigene Boni und besondere Fähigkeiten. Khajiit sind beispielsweise besonders flink, während Hochelfen magieaffiner sind. Um das aber gleich klarzustellen: Jedes Volk kann ohne Probleme jede Klasse verkörpern. Manche Völker eignen sich einfach nur für manche Klassen ein klitzekleines Bisschen besser als andere.

Klasse beweisen

Wo wir gerade bei Klasse sind: Wenn ihr das Volk eures Charakters gewählt habt, steht die Entscheidung an, in welcher Disziplin er oder sie sich spezialisieren soll. Mit „Morrowind“ habt ihr die Wahl zwischen fünf Möglichkeiten: der Drachenritter, der offensive Magie mit Nahkampf verbindet; den Zauberer, der Stäbe schwingt, mächtige Magie wirkt und beschwören kann; die Nachtklinge, die sich auf das Schleichen und Meucheln spezialisiert hat; der Templer, der Nahkämpfer mit heilender Magie unterstützt; und der ganz neue Hüter, der nur „Morrowind“-Besitzern zur Verfügung steht und magische Tiere beschwört, mithilfe der Natur heilt, Feinden mit Frostzaubern zusetzt – und auch auf kurze Distanz keine Niete ist.

Jede dieser Klassen bringt drei einzigartige Fertigkeitsbäume mit. Doch es ist wichtig, daran zu denken, dass allen Charakteren, unabhängig von ihrer Klasse, auch noch 28 weitere Fertigkeitsbäume zur Verfügung stehen. Von der Waffenspezialisierung bis zum Handwerk könnt ihr euren Charakter ganz nach euren Wünschen gestalten, unabhängig davon, welche Entscheidungen ihr bei dessen Erstellung getroffen habt – ein ganz wichtiges Kennzeichen der vorangegangenen „Elder Scrolls“-Spiele. Ihr wollt einen Zauberer spielen, der schwere Rüstung trägt und einen Bidenhänder schwingt? Nur zu. Eine Nachtklinge, die mit ihrem Zerstörungsstab eins wird? Na klar. Ein Drachenritter, der sich auf den Fernkampf spezialisiert hat? Legt los.

Im Auge des Betrachters

Natürlich hätten wir es nicht mit einem „Elder Scrolls“-Spiel zu tun, wenn ihr das Aussehen eures Charakters nicht bis ins kleinste Detail anpassen könntet. Und da kann ESO wirklich punkten. Ihr beginnt bei einem dreieckigen Schieberegler, um die grundlegende Körperform eures Charakters festzulegen – das heißt ihr schaut, wo für euch die richtige Mischung von groß, dünn und muskulös liegt. Dann werden eure Entscheidungen schon feiner: Es geht um die Körpergröße und Hautfarbe, bis hin zur Größe der Füße.

Wenn dies geklärt ist, beginnt ihr mit der Ausformung des Gesichtes eures Avatars. Ein weiterer Schieberegler lässt euch die Grundeigenschaften entstellen, womit ihr das für euch richtige Maß zwischen sanft, kantig und heroisch festlegt. Anschließend sucht ihr euch eine Frisur aus, stellt ein, welches Alter der Charakter etwa haben soll und so weiter. Aber warum schon aufhören? Ihr könnt die Gesichtszüge bis ins kleinste Detail anpassen, vom Grad der Neigung der Stirn bis zur Stellung der Augen. Größe der Ohren, Breite der Nase, Ausprägung der Wangenknochen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Oder ihr klickt auf „Zufälliges Aussehen“ und lasst das Schicksal über das Aussehen eures Charakters entscheiden. Wie stark ihr euch in diese Thematik vertiefen wollt, ist ganz euch überlassen. Wichtig ist, dass ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, denn höchstwahrscheinlich, werdet ihr es euch viele, viele Stunden ansehen.

Selbstoptimierung

Sobald ihr mit eurer Schöpfung glücklich seid, könnt ihr richtig loslegen, euch nach Morrowind aufmachen und den umfangreichen Rest von Tamriel erkunden. Dabei haben eure Entscheidungen bezüglich eures Charakters gerade erst begonnen. Was ihr bis jetzt geschaffen habt, ist mit einem grob behauenen Klumpen Lehm vergleichbar und ihr entscheidet, wie ihr ihn weiter ausformen wollt.

So gut wie alles, was ihr in ESO anstellt, wird dazu beitragen, wie euer Charakter geformt wird und sich weiterentwickelt. Tötet ein wildes Tier, während ihr in beiden Händen eine Waffe haltet, und ihr erhaltet Zugriff auf den Fertigkeitsbaum „zwei Waffen“, der über tödliche Mehrfachschläge und Flächenangriffe verfügt. Wenn ihr ein paar Teile schwere Rüstung tragt und so den Fertigkeitsbaum „schwere Rüstung“ freischaltet, stehen euch schon bald Verbesserungen für eure Resistenz und euer Leben zur Verfügung. Zerlegt Teile leichter oder mittlerer Rüstung, um eure Fertigkeiten im Schneiderhandwerk zu verfeinern, denn so könnt ihr selbst leichte/mittlere Rüstung herstellen und verbessern.

Mit anderen Worten: Das Spiel ist voller Möglichkeiten, die Fähigkeiten eures Charakters auszuweiten und zu anzupassen. Versucht ihr euch als Giftmischer? Auch dafür gibt es einen Fertigkeitsbaum. Ein leckeres Süppchen kochen? Fertigkeitsbaum. Einem Dorfbewohner das Tintenfass stibitzen? Mit „Lug und Trug“ fällt euch das Schleichen, der Taschendiebstahl und das Schieben unrechtmäßig erworbener Waren leichter.

Die nahezu grenzenlose Bandbreite zur Anpassung des Charakters ist schwindelerregend, besonders am Anfang, wenn ein neuer Fertigkeitsbaum nach dem anderen verfügbar wird. An dem Punkt werdet ihr mit allen verfügbaren Fertigkeiten herumexperimentieren und ausprobieren wollen, was für den Spielstil, der euch vorschwebt, am besten zusammen funktioniert. Zu Beginn könnt ihr ohne irgendwelche Nachteile wechseln und müsst keine Abstriche machen, wenn ihr erst eine Fertigkeit ausprobiert und euch dann doch auf eine andere konzentriert.

Und während ihr herumprobiert habt, sind euch die Stufen nur so zugeflogen, wodurch ihr Punkte erhalten habt, die ihr nutzen könnt, um noch nicht freigeschaltete Fertigkeiten zu erlernen. So solltet ihr nach und nach herausfinden, welche Zusammenstellung der Fertigkeiten für euch am besten funktioniert! Wenn ihr an einem Waffentyp (z.B. Schwert-und-Schild, zwei-Waffen, Zweihänder) und einer Rüstungsart festhaltet, konzentriert ihr eure Aufwertungen auf diese Fertigkeitsbäume, wodurch ihr auf mächtigere Optionen für Angriff und Verteidigung zugreifen könnt. Wenn ihr euch dementsprechend auf einen eurer Klassen-Fertigkeitsbäume konzentriert, maximiert ihr Stärke und Wirkung eurer bevorzugten Fähigkeitssets.

Anregungen gefällig?

Dabei ist immer wichtig sich klarzumachen, dass es keinen „falschen“ Weg bei der Ausgestaltung eures Charakters gibt! Ihr könnt all eure Zeit und Aufwertungen in eine einzige Fertigkeitslinie investieren oder den ausgeglichensten Hans-Dampf-in-allen-Gassen der tamrielischen Geschichte bauen. Ihr werdet euch behaupten, ganz gleich, welche Entscheidung ihr trefft. Wenn ihr aber ein paar Vorschläge hören wollt, dann könnt ihr euch an einem oder mehreren der folgenden inoffiziellen Archetypen orientieren:

Die Schlächterin: Eine Templerin, die sich auf die Fertigkeitslinie „aedrischer Speer“ spezialisiert hat, kann einen vernichtenden Schadensausstoß erreichen. Stattet sie mit leichter Rüstung und ein Paar Waffen aus, dann kann sie mit den Besten mithalten – Fertigkeiten wie „durchschlagender Schwung“ mit Heilung auf sich selbst sorgen dafür, dass sie nicht aus den Latschen kippt.

Der Rohling: Die „drakonische Macht“ eines Drachenritters verleiht ihm alle möglichen defensiven Möglichkeiten erster Güte. Steckt ihn in schwere Rüstung, drückt ihm einen Schild in die Hand und er kann absurde Mengen Schaden einstecken, sodass seine Kumpels dem Feind in die Flanke fallen können, während der sich an seiner Verteidigung abrackert.

Die Schleicherin: Eine listige kleine Nachtklinge kann Feinden, die nicht ganz so aufmerksam sind, mächtig zusetzen. Der gescheite Einsatz des Schleichens und des Fertigkeitsbaumes „Schatten“ lässt sie unter dem Radar der Feinde bleiben, während sie nahe genug herankommt, um ihnen mit zwei Schwertern in der Hand in den Rücken zu fallen – oder sie lässt sich nach hinten fallen und greift aus dem Verborgenen mit dem Bogen an, was ordentliche Schadensboni einbringt.

Die Unterstützung mit dem Stab: Falls ihr beabsichtigt, mit anderen Spielern gemeinsam loszuziehen, bietet sich diese Option geradezu an. Ein Zauberer kann seine „Dunkle Magie“-Fertigkeiten nutzen, um bewegungsunfähig zu machen, zu schwächen und den Feinden ganz allgemein das Leben schwer zu machen. In Kombination mit einem Heilungsstab kann er der Gruppe mit beachtlichen Heilfähigkeiten unter die Arme greifen.

Der neueste heiße Scheiß: Wenn ihr nach Morrowind aufbrecht, müsst ihr einfach die spannende neue Hüter-Klasse ausprobieren. Ihr „Tiergefährten“-Fertigkeitsbaum lässt sie mystische Tiere für verschiedene Zwecke beschwören; von einer magicka-auffüllenden Netchkuh bis zum „ungezähmten Wächter“ – einem Bären, der unabhängig an ihrer Seite kämpfen wird. Als Grundausstattung könnt ihr es erst einmal mit Schwert und Schild versuchen, dann steckt ihr ihr einen Bogen mit ein, wenn sie Stufe 15 erreicht hat und die Waffen wechseln kann.

Aber noch einmal: Hierbei handelt es sich nur um Anregungen. Wichtig ist, dass ihr eine Zusammenstellung findet, die euch und eurem Spielstil entspricht. Wenn ihr beispielsweise allein spielen wollt (was in ESO hervorragend geht), achtet ihr wahrscheinlich eher auf ein Gleichgewicht von offensiven und defensiven Fähigkeiten. Wollt ihr hingegen Abenteuer in großen Gruppen bestehen, könnt ihr euch eine Nische suchen und sehen, dass eure Gruppenmitglieder euch ergänzen. Wofür auch immer ihr euch entscheidet, ihr habt jederzeit die Option, euren Charakter vollkommen neu auszurichten, wenn ihr etwas Gold aufbringen könnt.

Das Allerwichtigste ist natürlich, dass ihr einen Charakter zusammenbastelt, mit dem ihr Spaß habt. Zum Glück ist das Herausfinden, was das für euch persönlich bedeutet, schon für sich genommen ein unterhaltsames Abenteuer.

Wenn ihr weitere Leitfäden lesen möchtet, bitte hier entlang:
Der Einzelspielerleitfaden zu „The Elder Scrolls Online: Morrowind“
Die ersten Stunden in „The Elder Scrolls Online: Morrowind“
Ein Leitfaden zu „The Elder Scrolls Online: Morrowind“ für „Skyrim“-Fans

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Joe Rybicki

Contributor