ESO_Article_FirstHours_1315x315.jpgThe Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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22. Mai 2017

Die ersten Stunden in The Elder Scrolls Online: Morrowind

The Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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Es hat den Anschein, als hätte es ein ganz hübscher Ausflug werden können.

Wenn ihr mit „Morrowind“, dem neuesten Kapitel von The Elder Scrolls Online, beginnt, sitzt ihr in der Kombüse eines behaglichen kleinen Schiffes auf seinem Weg zur Vulkaninsel Vvardenfell. Vor euch auf dem Tisch liegt ein Brief von einem lieben Freund, der euch alles Gute auf eurer Erkundungstour wünscht. Ihr habt euch mit einem Mitreisenden angefreundet und freut euch auf eine friedliche Reise. Und dann? Wartet das Abenteuer!

Jedoch ….

Nur wenige Augenblicke, nachdem ihr euch hingesetzt habt, streift das Schiff verklüftete Felsen, ihr stürzt und werdet bewusstlos. Ihr erwacht an einem weniger einladenden Ort: in einem Käfig. Ein Käfig in einem Sklavenjägerlager. Und eure Handgelenke sind gefesselt.

Das ist nicht das, wofür ihr bezahlt habt.

Auf ins Abenteuer

Aber gehen wir einen Schritt zurück und schauen, wie ihr ursprünglich auf dieses Schiff gelangt seid. Dieser erste Teil von „Morrowind“ dient als Tutorium, das die Geschichte in Gang bringt und euch gleichzeitig mit den Grundlagen von The Elder Scrolls Online vertraut macht. Das bedeutet, dass neue Spieler – inklusive „Skyrim“-Fans, die vielleicht nie zuvor ein Onlinerollenspiel gespielt haben, – direkt loslegen können, ohne auch nur das geringste Vorwissen zu The Elder Scrolls Online zu haben. „Morrowind“ bietet den perfekten Einstieg in diese riesige Welt. Wenn ihr die ersten paar Stunden gespielt habt, seid ihr über alles informiert, was ihr wissen müsst.

Natürlich können auch gern zurückkehrende Spieler, die mit einem neuen Charakter beginnen, die Einführung durchspielen und dieses neue Kapitel von Anfang an erleben – das Tutorium ist lebhaft gestaltet und macht viel Spaß. ESO-Veteranen können die Eröffnung ohne weiteres auch überspringen und gleich damit beginnen, Morrowind mit einem bestehenden Charakter zu erkunden, wenn sie wollen.

Nehmen wir mal an, dies ist euer erstes Mal, dann werdet ihr als allererstes einen Charakter erstellen. Wie bei vorangegangen „Elder Scrolls“-Spielen habt ihr auch hier eine riesige Bandbreite an Optionen, wenn ihr euren Charakter entwerft, wodurch ihr einen Avatar erstellen könnt, der einzigartig ist. Der passende Moment, sich mal die neue Hüterklasse anzusehen, die einige besonders interessante neue Fähigkeiten parat hält. Nehmt euch so viel Zeit, wie ihr wollt, und gestaltet euren Charakter so, dass ihr ihn euch hunderte Stunden lang ansehen könnt.

Dann: das Boot. Und die Felsen. Und der Käfig. Und dann sind wir auch schon mitten im Geschehen.

Auf einen Plausch mit den Göttlichen

Das Nette an diesem Käfig ist, dass er offen ist – und noch netter ist, dass eine „freundliche“ Dunmer namens Naryu Virian davor auf euch wartet und euch auch die Handfesseln abnehmen kann. Die Dunkelelfin verlangt aber, dass ihr dafür etwas tut: Sie möchte, dass ihr ihr helft, alle anderen, die die Sklavenjäger gefangen genommen haben, zu befreien. Um das bewerkstelligen zu können, müsst ihr in eine Sklavenjägerhütte einbrechen, eine Uniform stehlen, in eine weitere Hütte einbrechen, einen Torschlüssel stibitzen, eine Bombe bauen und ein Schiff in die Luft sprengen. Mehr nicht.

Einen Haken hat die Sache allerdings: Ihr schafft es nicht so recht von dem Schiff herunter, bevor die Bombe hochgeht. Ups.

Glücklicherweise fischt ein anderes Schiff aus einer nahegelegenen Stadt euren bewusstlosen Körper aus dem Meer und ihr erwacht auf Vvardenfell, auf einem Boot, das in der Küstenstadt Seyda Neen festgemacht hat. Dummerweise denken die Leute – dank eurer Verkleidung –, dass ihr auch ein Sklavenjäger seid. Also gilt es, den Gouverneur davon zu überzeugen, dass alles ein Missverständnis ist – mit rechtzeitiger Hilfe von Naryu Virian.

Eine ganze Welt wartet

Und ihr seid frei! Frei, um nun ganz Vvardenfell zu durchstreifen – oder gleich ganz Tamriel, wenn wir schon einmal dabei sind. Doch ihr müsst gar nicht weit reisen, um in die nächste Intrige verstrickt zu werden: Schnell werdet ihr auf einen verwundeten Bewohner treffen, der von einem Daedrafürsten besessen ist, in ein uraltes Ahnengrab hinabsteigen, um mit den Geistern zu sprechen, und den Kriegerpoeten Vivec, einen der drei herrschenden Gottkönige Morrowinds treffen. Ihr werdet Dwemerruinen erkunden und gegen daedrische Kultisten kämpfen. (Falls ihr „The Elder Scrolls III: Morrowind“ gespielt habt, wird sich manches davon wunderbar vertraut anhören.)

Und das steckt nur in einer Questreihe – eine, die ihr auch komplett links liegen lassen könnt, wenn ihr wollt. Stattdessen (oder zusätzlich) könnt ihr euch in die politischen Machenschaften eines der einflussreichen Häuser Morrowinds hineinziehen lassen, indem ihr der Geschichte einer vermissten Tochter und einem Sohn im Exil, abtrünniger Söldner und einem Doppelspiel auf den Grund geht. Oder ihr deckt eine weit verzweigte Korruptionsaffäre in einer Siedlung namens Suran auf. Ihr könnt auch in einer Glasitmine im Umland von Molag Mar die Dreugh bekämpfen.

Entscheidet euch für einen der Handlungsstränge, für alle oder auch für gar keinen – ihr werdet im Schatten des Roten Berges immer noch jede Menge zu tun haben. Vvardenfell ist randvoll gepackt mit Quests, ob sie episch lang oder ganz kurz sind, und dazwischen werden viele andere Inhalte eingestreut. Während ihr immer weiter vorankommt, erhaltet ihr neue Fähigkeiten, ergattert neue Beute und entdeckt neue Fertigkeitenlinien. Ihr werdet fruchtbare Sumpflandschaften, raue Lavaströme und ätherische Wälder voller gigantischer Pilze erkunden. Ihr werdet gegen Nixochsen, Klippenschreiter und Zunderfliegenstock-Golems kämpfen. Und das könnt ihr alles ganz allein – oder in einer Gruppe mit mehreren Freunden.

Oh, und dann habt ihr gerade mal Morrowind gesehen. Vergesst nicht, dass eure hübsche neue Ausgabe von „The Elder Scrolls: Morrowind“ mehr als 300 Stunden Spielinhalte enthält, die Millionen von Spielern bereits erlebt und begeistert gefeiert haben. Also erkundet nach Herzenslust auch den Rest von Tamriel zwischen den Quests – oder nachdem ihr alles erlebt hat, was Vvardenfell zu bieten hat. Ein ganzer Kontinent wartet auf euch.

Allerdings braucht ihr dafür dann mehr als nur ein paar Stunden.

Weitere Infos zu „ESO: Morrowind“ findet ihr in diesen Videos und Artikeln:
Der Einzelspielerleitfaden zu The Elder Scrolls Online: Morrowind
ESO: Morrowind – Assassinen und die großen Häuser
ESO: Morrowind – Vorzeitiger Zugang
ESO: Morrowind – Gameplay-Trailer zum Hüter
ESO: Morrowind – Erster Gameplay-Trailer

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Joe Rybicki

Contributor