
DEATHLOOP
Der Katz-und-Maus-PvP von DEATHLOOP unter der Lupe
DEATHLOOP
Zwischenmenschliche Beziehungen sind harte Arbeit – vor allem, wenn es sich um das Verhältnis zwischen erbitterten Rivalen handelt, die entschlossen sind, sich gegenseitig bis zum Tod zu jagen.
Der einzigartige PvP-Modus von DEATHLOOP lässt den Protagonisten und die Antagonistin des Spiels antreten zu einem Kampf, der mit Verstand, Waffen und übernatürlichen Fähigkeiten geführt wird. Schleicht ihr euch auf der Suche nach eurem Gegner heimlich, still und leise über die Karte oder hinterlasst ihr eine Spur aus Patronenhülsen, während ihr euch unter großem Getöse euren Weg zum Sieg erkämpft? Unser Panel zur diesjährigen QuakeCon hat sich den PvP von DEATHLOOP und die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren mal genauer angesehen.
DEATHLOOP erscheint bei Launch am 14. September konsolenexklusiv auf PlayStation 5 und zeitgleich für PC. Seht euch das komplette QuakeCon-Panel hier an und lest weiter, um noch mehr Details über den PvP zu erfahren.
Die Grundlagen
In der Rolle des Colt spielt ihr durch die Hauptkampagne von DEATHLOOP. Ihr könnt anderen Spielern erlauben, in eure Kampagne einzudringen, was für eine neue Stufe an Herausforderung und Unvorhersehbarkeit sorgt. Wenn ihr diese Option abschaltet, werdet ihr zwar immer noch von Julianna gejagt, allerdings in einer von der KI gesteuerten Version. Unter Einsatz der euch verfügbaren Werkzeuge könnt ihr Julianna direkt entgegentreten, oder ihr versteckt euch vor ihr und bewegt euch möglichst unauffällig zu eurem Ziel. Ihr könnt aber auch einfach den Distrikt verlassen, wobei ihr jegliche gesammelte Ausrüstung behaltet, euer Ziel aber nicht erreicht.
Es gibt allerdings ein paar gute Gründe, sich mit Julianna zu befassen. Weil sie stärker und smarter als alle anderen Figuren ist, denen ihr im Spiel begegnet, ist es natürlich nur logisch, dass ihr dafür richtig gute Belohnungen einheimsen könnt. Ihr verdient einen Haufen Residuum (das ist die Ressource, mit der ihr Ausrüstung und Fähigkeiten dauerhaft für zukünftige Zyklen freischaltet) und kommt vielleicht in den Genuss einer neuen, hochqualitativen Waffe, einer Fähigkeit bzw. einer Verbesserung dieser oder eines Siegels, das euch oder eure Ausrüstung verbessert. Und als wäre das nicht schon genug Anreiz, die Jägerin zu jagen, füllt das Erledigen von Julianna eure Reprise wieder auf – diese Fähigkeit gesteht euch zwei Tode je Karte zu, bevor ihr den Tag neu starten müsst. Sollte keine Reprise mehr übrig sein und euch steht noch ein Kampf gegen einen Visionär bevor, dann könnte diese Auffüllung den Unterschied zwischen Erfolg und Scheitern machen.
Als Julianna ist es eure einzige Aufgabe, Colt davon abzuhalten, seine Ziele zu erreichen. Wenn ihr als Julianna spielt, dann bekommt ihr die Möglichkeit, in die Kampagne eines Unbekannten einzudringen oder in das Spiel eines Freundes zu springen und ihn ein bisschen in Bedrängnis zu bringen. Ihr jagt Colt durch einen Distrikt, und eure Mission ist vorbei, wenn ihr seinem Einsatz dort ein Ende bereitet habt. Das heißt nicht, dass es genügen muss, ihn einmal zu töten. Dank seiner Reprise-Fähigkeit kann es sein, dass ihr ihn bis zu dreimal erledigt, bevor die Mission endet. Julianna hat dagegen nur ein einziges Leben – sie muss also ein bisschen vorsichtiger agieren.
So wie es sich lohnt, sich als Colt Julianna entgegenzustellen, winken auch Belohnungen für Spieler, die in die Rolle von Julianna schlüpfen. Neben der seltenen Erfahrung, einmal den „Schurken“ in einer Story zu spielen, schaltet ihr auch einzigartige Goodies wie Charakter-Skins für Julianna und Colt frei.
„Wenn ihr als Julianna spielt, könnt ihr jedes Mal, wenn ihr euch auf die Jagd nach Colt begebt, eine Reihe von Meisterleistungen abschließen“, erläutert Game Director Dinga Bakaba. „Sachen wie soundso viele Minuten überleben oder Kopfschüsse verteilen oder Fähigkeitenkombos einsetzen. Also im Endeffekt das Durchziehen von coolen und strategischen Aktionen. Je mehr ihr davon zeigt, desto mehr sogenannte Jäger-Punkte häuft ihr an. Und mit diesen Jäger-Punkten schaltet ihr Juliannas Fortschritt frei, wodurch ihr neue Waffen, Fähigkeiten, Verbesserungen und Siegel für sie bekommt. Jedes Mal, wenn ihr solche Sachen erspielt, habt ihr die Chance auf die Freischaltung von Skins für Julianna oder Colt, und alle diese Skins spiegeln einen Aspekt der Persönlichkeiten der Charaktere oder der Insel Blackreef wider.“

Jägerin vs. Gejagter
Ob ihr nun als Colt oder Julianna spielt – in beiden Modi startet ihr auf die gleiche Weise. Bevor ihr einen Distrikt betretet, wählt ihr eure Ausrüstungsvariante, also eure Waffen und Fähigkeiten. Es gibt Überschneidungen bei dem, auf was die beiden Rivalen zugreifen können, aber sie beide besitzen auch ihre eigenen Skills und Fähigkeiten.
Juliannas einmalige Fähigkeit ist Maskerade, dank der sie ihr Erscheinungsbild mit anderen Eternalisten oder Visionären tauschen kann (oder sogar Colt, wenn ihr ihn ein bisschen durcheinander bringen wollt). Mit dieser Fähigkeit versteckt ihr euch vor aller Augen und nutzt Colts Verwirrung zu eurem Vorteil. Er denkt vielleicht, dass er gerade euch anvisiert, aber in Wirklichkeit killt er euren Köder und verrät dadurch sein Versteck.
Zudem hat Julianna die Bewohner der Insel auf ihrer Seite. Sobald die Eternalisten Colt entdecken, wird sie auf seinen letzten bekannten Standort hingewiesen. Und umgekehrt kann Julianna jegliche Eternalisten in der Gegend alarmieren, wenn sie Colt sieht, was ihr eine interessante indirekte Möglichkeit zum Angriff gibt.

Aber auch Colt hat ein paar Tricks im Ärmel. Dank seines Hackamajigs, eines Geräts, das Colt selbst entwickelt und benannt hat, kann Colt auf der Insel diverse Sicherheitseinrichtungen wie Geschütze und Sensoren hacken und dafür sorgen, dass sie für statt gegen ihn arbeiten. Wenn Colt ein Geschütz hackt, nimmt es ihn als freundlich wahr und sieht alle anderen als feindlich an.
Großwild
Bakaba vergleicht Juliannas Jagd auf Colt mit der nach Großwild. „Man jagt jemanden, der gefährlich und zielstrebig ist. Der ultimative Test im Spiel ist, gegen jemanden anzutreten, der genauso stark ist wie man selbst, und zu versuchen, ihn – je nach persönlichem Spielstil – zu überlisten oder niederzukämpfen.“

Colt zu jagen, ist nicht einfach. Er ist stark, clever und er erwartet euch. Noch dazu kann er, wie zuvor bereits angesprochen, mehrmals sterben, bevor er wirklich tot ist. Als Julianna müsst ihr auf Zack sein und euch auf euer Wissen über Blackreef verlassen, das euch und eure Entscheidungen leitet. Behaltet eure Umgebung im Blick, um abzuschätzen, ob Colt bereits durch ein Gebiet gekommen ist oder nicht. Sind Eternalisten in einem Bereich abwesend, die hier eigentlich auf Patrouille sein müssten? Dann kann es gut sein, dass Colt hier durchgekommen ist.
„Zu Beginn wisst ihr nicht viel über Julianna, aber es wird ziemlich deutlich, dass sie Blackreef kennt“, sagt Bakaba. „Das ist einer der Gründe, warum wir die Invasion nicht zu früh freischalten. Wir warten, bis ihr erstmal ein bisschen durch Colts Kampagne gespielt habt. Beim PvP wird eure Karten-Kenntnis wirklich belohnt. Zu wissen, wo die Waffen liegen, die zentralen Orte, die guten Sichtlinien, wenn man in Sniper-Stimmung ist ... Das zahlt sich wirklich aus. Erst als Colt zu spielen und die Insel zu erkunden und dann sein Wissen als Julianna zu nutzen, ist ziemlich befriedigend.“
Wenn beispielsweise ein vertrautes Objekt auf der Karte fehlt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Colt da schon durchgekommen ist. Und dann könnt ihr vielleicht folgern, welchen Weg er durch den Distrikt genommen hat. Behaltet all diese Dinge im Hinterkopf, wenn ihr auf die Jagd geht, und denkt daran: Eure Arbeit ist erst erledigt, wenn Colt seinen letzten Tod gestorben ist.
Natürlich muss Julianna nicht immer nur gegen Colt kämpfen. Tatsächlich hält niemand einen Julianna-Spieler davon ab, dem Colt-Spieler durch das Hinterlassen von Waffen oder Ausschalten seiner Gegner unter die Arme zu greifen. Und das ist auch absolut so gewollt, sagt Bakaba. „Wir machen gerne Spiele, die ihr auf eure Art spielen könnt, und es war für uns nur fair, dass eine Julianna so spielen kann, wie sie will. Aus Story-Gründen, auf die ich nicht näher eingehen will, ist es gar nicht so unwahrscheinlich für Julianna, dass sie sich entscheidet, Colt kurzfristig zu helfen. Sie mag es, mit ihm zu spielen, ihn zu verwirren und zu überraschen, und sie hat einfach nur Spaß mit dieser ganzen Sache, also warum sollte sie ihrer Beute nicht ein bisschen Freiraum geben. Sie ist wie eine Katze, die mit der Maus spielt. Sie lässt sie laufen, nur um sie später in die Krallen zu bekommen.“