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Fallout 4

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23. September 2016

The High Five – Cosplayer Daniel Krauß

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Daniel Krauß, seines Zeichens Fan von Bethesda, hat eine Leidenschaft und großes Talent für Cosplays und Props.

Er war bereits der einsame Wanderer aus Fallout 4 (eine Zeit lang sogar als Ghul), der Wächter („Boxman“) aus The Evil Within und nicht nur das: Er hat diverse originalgetreue Nachbauten von Items oder Waffen aus unseren Spielen hergestellt.

Wir haben mit Daniel über die Entstehung seiner beeindruckenden Bethesda-Cosplays und -Props geplaudert. Dabei erfuhren wir, auf welche Stücke er besonders stolz ist und wie seine Cosplay-Pläne für die Zukunft aussehen.

1. Was inspiriert dich an unseren Spielen?

Es gibt viele Faktoren, die Einflüsse auf mich haben. Das Design und das Setting sind zum Beispiel sehr wichtig bei den The Elder Scrolls- und Fallout-Titeln. Mit ihren riesigen Welten und der unglaublichen Freiheit. Diese Freiheit zeigt sich im Gameplay und auch in der Auswahl von Kostümen und Ausrüstungsgegenständen, was zu unzähligen Kombinationsmöglichkeiten führt.

Somit kann ich mir das zusammenstellen, was ich am besten finde. Dabei fokussiert sich mein Interesse auf bestimmte Gegenstände wie beispielsweise den Pip-Boy und das Impro-Gewehr aus Fallout - oder die Drachenpriestermasken aus The Elder Scrolls, deren Design ich einfach cool finde und nachbauen wollte. In diesem Prozess sind dann ganze Kostüme entstanden, die anfangs gar nicht so geplant waren.

Ein anderer Faktor ist die persönliche Verbindung, die ich aufbaue, wenn ich eine Story oder einzelne Charaktere interessant finde. Das war beim Wächter aus The Evil Within der Fall. Ich finde seine Bedeutung im Spiel interessant und habe mich dementsprechend mehr mit ihm befasst (außerdem sieht er einfach super cool aus). Daraus resultierte dann die Idee zu meinem Kostüm.

Und der letzte Faktor ist Bethesdas Offenheit mit Spielinhalten. Das Creation Kit ist nicht nur für Modder, sondern auch für Cosplayer ein fantastisches Tool, wenn es darum geht, Referenzen zu finden. Auch vom Wächter hatte Tango Game Studios ein web-freundliches 3D-Modell veröffentlicht. Sowas hilft ungemein beim Erstellen von Blaupausen und dem Ausfeilen von Details.

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2. Was war die bisher größte Cosplay-Herausforderung?

Generell ist die Umsetzung von großen Rüstungen aus Videospielen in Hinsicht auf die Bewegungsfreiheit eine große Herausforderung, für deren Bewältigung man Kompromisse eingehen muss. Bei meinem Drachenpriester aus The Elder Scrolls oder Garl Vinland (Demon's Souls) musste ich lange rumprobieren, um bewegliche Übergänge wie Schultern, Ellenbogen, Knie und Hüfte zu schaffen, aber auch möglichst nah am Original zu bleiben. Harte Rüstungsteile können sich in Spielen verziehen oder überschneiden, was in der Realität natürlich nicht möglich ist.

3. Gibt es coole Details, auf die du besonders stolz bist?

Ich versuche bei meinen Props immer möglichst einen draufzusetzen in Sachen Details und versuche, passende Spielereien zu verbauen, um mehr als nur eine optische Nachbildung zu kreieren. Beispielsweise können beide meiner Pip-Boy-Varianten Musik abspielen, was immer ein großer Unterhaltungsfaktor ist. In dem Pip-Boy Mk IV ist dafür sogar (voll retro :D) ein Kassettenlaufwerk verbaut, welches man mit richtigen Tapes füttern muss. Der Pip-Boy Mk IV ist voller kleiner Details, die ich wegen der Pip-Boy Edition abgeändert habe – dabei dürfte die Größe des Bildschirms die auffälligste Änderung sein.

Dann gibt es noch das Impro-Gewehr. In diesem hab ich den abgeänderten Mechanismus eines Nerf Retaliators verbaut, mit dem man Nerf Darts abschießen kann. Ich hab den Mechanismus verkleinert, und so umgebaut, dass er von oben wie ein Repetierer geladen wird.

In meinem Lasergewehr ist ein Nachlademechanismus (aus Lego-Technik) verbaut, der, wie im Spiel, durch Aufklappen des einen Hebels vor der „Microfusioncell“ selbige freigibt und durch das Zurückziehen des Griffes unter der Zelle sie wieder verriegelt. Dabei wird dann durch ein Soundmodul das Nachladegeräusch abgespielt - durch selbiges kommt beim Betätigen des Abzuges auch noch ein Schussgeräusch und zusätzlich blinkt eine rote LED auf.

Durch den Safe des Wächters hindurch etwas sehen zu können, ist ein Detail, von dem mir gar nicht bewusst war, wie beeindruckend es ist, bis ich mit den erstaunten Reaktionen anderer Menschen konfrontiert war. Der Safe ist nach vorne hin geschlossen, sodass ich darunter quasi blind bin. Dafür ist in dem oberen Zahlenrad ein kleines Loch, hinter dem ich die Kamera meiner PS Vita befestigt habe. Ich nehme meine Umgebung also ausschließlich über das Display der PS Vita wahr.

4. Was kommt als nächstes, was werden wir in Zukunft von dir sehen?

Ich bin eher der Typ, der sich nicht Jahre vorher verplanen möchte. Wer weiß, was noch kommt. Vielleicht ist irgendwas Cooles in Prey oder Dishonored 2, was ich unbedingt machen möchte. Ich halte mir alle Türen offen. Zwei Projekte sind allerdings doch in Planung: Für eine Freundin werde ich einen Schatten aus den The Evil Within DLCs nachbauen. Allerdings ist es etwas anderes als meine sonstigen Arbeiten, denn es wird kein Kostüm. Geplant ist eine lebensgroße Lampe für ihr Wohnzimmer.

Das andere Projekt ist eine Waffe aus dem noch kommenden Spiel Scorn, welche aus Knochen und Gewebe besteht. Außerdem stehen noch große Fotoshootings an, einmal in meinem neuen Fallout 4-Kostüm und mit dem Drachenpriester … Der wartet nun schon seit ein paar Jahren auf vernünftige Fotos!

5. Hast du Tipps für andere Cosplayer und Prop Maker?

Als Anfänger sollte man sich nicht übernehmen und sich Zeit lassen. Wenn das Kostüm nicht zu dieser Convention fertig wird, macht es einfach zur nächsten. Dann fällt es euch nicht auseinander und ihr ärgert euch nicht, dass es nicht so geworden ist, wie ihr es euch vorgestellt habt.

Macht außerdem nicht alles blind von anderen Cosplayern nach. Irgendwelche Bücher und Tutorials sind schön und gut für Inspirationen und Denkansätze, aber macht es so, wie es für euch am besten ist. Experimentiert! Jeder hat andere Voraussetzungen, Werkzeuge und Talente. Auch wenn meine Facebook-Seite doch recht stark auf „show-and-tell“ ausgelegt ist, will ich damit nur zeigen, wie ich es gemacht habe, nicht, dass ihr es genauso machen müsst.

Und zum Schluss noch ein Crafting-Tipp: Ich erstelle mir für nahezu alles Blaupausen in 1:1, um beim Bauen immer kontrollieren zu können, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. Viel Erfolg!

Vielen Dank an Daniel dafür, dass er seine Cosplay-Erfahrungen mit uns geteilt hat. Wenn ihr mehr von ihm sehen wollt, schaut auf Facebook, Twitter und Instagram vorbei.

Wollt ihr, dass euer eigenes Community-Werk in einer zukünftigen Ausgabe von Bethesda High Five vorgestellt wird? Dann zeigt uns über Social Media, woran ihr gearbeitet habt und benutzt dabei den Hashtag #BethesdaHighFive.

Noch mehr aus der Bethesda-Community findet ihr in diesen beiden High-Five-Beiträgen:
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Eva Sykora

German Community Manager