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DOOM (2016)

DOOM (2016)
19. August 2016

The High Five – Nathan DeLucas DOOM-Marine-Cosplay

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DOOM (2016)

Nathan DeLuca schneidet nicht nur Dämonen mit der Kettensäge zurecht, sondern schneidert auch schnittige Kostüme - schließlich ist der 26-jährige DOOM-Fan ein professioneller Cosplayer.

Für sein neuestes Projekt wählte er ein Outfit, mit dem man nicht nur in der Hölle eine gute Figur macht: Er verwandelte sich in den kultigen DOOM-Marine.

Für die neueste Ausgabe von Bethesda High Five plauderten wir mit Nathan über die Entstehung seines beeindruckenden Prätorenanzug-Kostüms. Dabei erfuhren wir, was es für ein Gefühl ist, den DOOM-Marine durch Cosplay zum Leben zu erwecken.

1. Was hat dich zum Cosplay als DOOM-Marine inspiriert?

DOOM ist ungelogen seit über 20 Jahren ein Teil meines Lebens. Ich habe es 1996 das erste Mal angefasst: Meine Eltern kauften ein Lernspiel und da gab es die Demo für Knee Deep in the Dead als Zugabe. Es war das erste Videospiel, das ich jemals gezockt und sofort geliebt habe. Das DOOM-Marine-Kostüm war schon ewig auf meiner "Zu erledigen"-Liste, es ist echt ein Projekt mit viel Leidenschaft. Es dauerte aber lange, bis ich gut genug war, um ihm gerecht zu werden. Das DOOM-Spiel von 2016 gab mir einen guten Vorwand, es endlich anzugehen.

Mal ganz abgesehen davon, dass der DOOM-Marine eine echt coole Sau ist.

2. War es schwierig, den Look des Prätorenanzugs hinzukriegen und ihn zugleich tragbar zu machen? Vom Helmvisier bis zu den Handschuhverbindungen sieht es so aus, als hättest du das perfekt ausbalanciert.

Zum Glück war das gar nicht so schwer! Die Designer haben sehr darauf geachtet, dass alles gut gegliedert und funktionell ist. Das Modell eignet sich wirklich prima dafür, getragen zu werden und darin herumzulaufen.

Es dauerte etwa zwei Wochen, um so weit zu kommen, dass ich das Kostüm anziehen konnte. Dann gingen weitere eineinhalb Wochen für Änderungen drauf, bis ich mit allem zufrieden war: zwei weitere Versionen des Helms, zwei weitere Versionen der Schultern und vier verschiedene Waffen. Ich schätze, dass darin insgesamt knapp ein Monat Arbeit steckt - mit Unterbrechungen.

Zunächst einmal spürte ich die Sammlerstücke im Spiel auf. Deren 3D-Modelle dienten nämlich als Vorlage für die Rüstung und die verschiedenen Knarren, die ich herstellen musste. Ich zeichnete sie zunächst auf Papier, übertrug sie dann auf gut ein Zentimeter dicken EVA-Foam und schnitt die Teile zurecht. Es war ziemlich intuitiv, dabei der Modell-Ansicht des Spiels zu folgen, die ich auf dem Bildschirm hatte.

Nachdem die Rüstungsteile fertig waren, behandelte ich alle unverdeckten Teile mit Rosco Flexbond, um die Poren fürs Bemalen zu versiegeln. Ich entschied mich dafür, die ganze Rüstung in Straken Green zu bemalen. Ich brauchte vier oder fünf Dosen für den kompletten Anzug. Die dunkleren Grünbereiche wurden mit Castellan Green bemalt und als Silberton verwendete ich Leadbelcher. Damit die Rüstung verwittert aussieht, habe ich die Ränder mit Acrylsäure behandelt, einen Blackwashing-Durchgang gemacht und Farbverläufe hinzugefügt.

Ich passte den Helm meinem Kopf an (was erst beim zweiten Versuch hinhaute) und druckte ihn mit meinem Formbot T-Rex 3D Printer in zwei Teilen. Ich schweißte die beiden Hälften mit einem Lötkolben zusammen, bevor ich außen etwas Karosserie-Füllmasse auftrug. Die Nähte wurden mit mehreren Schichten Füllmasse abgedeckt und glattgeschliffen. Ich verwendete Rust-Check-Kitt, um damit den ganzen Helm zu beizen. Zwischen den einzelnen Schichten war nassschleifen mit 220-Grit-Schleifpapier angesagt. Nachdem die Oberfläche frei von Markierungen war, behandelte ich sie mit einigen Schichten Füller-Grundierung, schliff sie mit 400- und 800-Grit-Schleifpapier und bemalte den ganzen Helm mit der Sprühfarbe Krylon Italian Olive. Die restlichen Details wurden mit einer Feile hinzugefügt und direkt auf den Helm gemalt.

3. Das vielleicht coolste Feature des Kostüms ist das eingebaute Lautsprechersystem. Du konntest dich wohl nicht vom Soundtrack des Spiels losreißen?

Nachdem ich Mick Gordons fetten DOOM-Soundtrack gehört hatte, war mir klar: Du kannst dieses Outfit nicht tragen, ohne dabei von der passenden Musik zugedröhnt zu werden! Bei der Analyse der Einzelteile fiel mir glücklicherweise auf, dass hinten beim Gürtel zwei Objekte links und rechts fast wie Lautsprecher aussehen. So konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ich hatte etwas, das nahezu identisch wie die Dinger am Gürtel aussieht - und zugleich "Flesh and Metal" spielt, wo immer ich hingehe.

4. Hast du deine DOOM-Marine-Rüstung schon in der Öffentlichkeit getragen? Und gibt es irgendwelche Ergänzungen, die du noch anfertigen willst?

Bislang habe ich es nur auf die Montreal Comiccon geschafft. Aber jetzt, wo das Kostüm fertig ist, möchte ich damit auch die Dragon Con, vielleicht die New York Comic Con, die Hal-Con und einige andere Veranstaltungen besuchen. Die QuakeCon steht für die Zukunft definitiv auf meiner Liste.

Zunächst wollte ich eigentlich nur die Super-Schrotflinte und die Kettensäge anfertigen, aber dann habe ich einfach drauflos gemacht. Wenn ich mit Plasmagewehr und Pistole fertig bin, werde ich wahrscheinlich versuchen, Super-Schrotflinte und Kettensäge fertigzustellen. Die BFG und das Gaussgewehr wären genial, würden aber zu viele Ressourcen erfordern - derzeit zumindest. Ansonsten muss ich wohl nur noch die Stiefel austauschen und dann habe ich erreicht, was mir vorschwebte.

5. Hast Du, vom DOOM-Marine einmal abgesehen, Pläne für weiteres Cosplay zu Spielen von Bethesda Softworks?

Oh Mann, wo fange ich nur an? Joseph Oda von The Evil Within. Ein einsamer Wanderer aus Fallout 4. Ich verfolge gespannt die Entwicklung von Quake Champions und Prey, um zu sehen, was sich daraus machen lässt. Das Original-Prey war als Teenager eines meiner Lieblingsspiele. Darauf zurückzukommen wäre also verlockend. Ich bin außerdem ein Fan von Wolfenstein: The New Order als auch Wolfenstein: The Old Blood – beide Spiele waren klasse. Man kann wohl ruhigen Gewissens behaupten, dass ich in Zukunft noch eine Menge weiterer Sachen zu Bethesda-Spielen machen werde.

Herzlichen Dank an Nathan dafür, dass er sein DOOM-Marine-Cosplay mit uns geteilt hat. Ihr solltet euch unbedingt seine Cosplay-Fotos auf Facebook, Twitter und Instagram ansehen. Wollt ihr, dass euer eigenes Community-Werk in einer zukünftigen Ausgabe von Bethesda High Five vorgestellt wird? Dann nutzt bei Social-Media-Postings den Hashtag #BethesdaHighFive.

Photos courtesy of snowfallmedia.com

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Jason Leavey

Senior Community Lead