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Fallout 76 (PC)

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Fallout 76
19. Oktober 2022

Sagt Hallo zu Megan Sawyer – Senior Environment Artist bei den Bethesda Game Studios

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Habt ihr je an den Rhododendren in Fallout 76 geschnuppert oder euch an neuen alchemistischen Kombinationen in Skyrim versucht?

Dann seid ihr mit Megan Sawyers Arbeit bereits bestens vertraut. Megan arbeitet seit 19 Jahren bei den Bethesda Game Studios. Als Senior Environment Artist hat sie einen Großteil der Flora erschaffen, die unsere Spielwelten mit Leben erfüllt.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag für dich aus?
Ich bin Senior Environment Artist. Pflanzen sind meine Spezialität, besonders Pflanzen, die auch Zutaten sind. Mein Arbeitsalltag ist ziemlich cool. Zuerst tausche ich mich mit dem Landschaftsteam darüber aus, was heute ansteht. Dann erschaffe ich entweder einige Bäume, eine Fantasy-Pflanze oder arbeite in unserem Editor an einer Umgebung, die unsere Spielerinnen erkunden können. Jede Woche rekapitulieren wir in einem Meeting, was das Landschaftsteam erreicht hat – das ist das Highlight der Woche. Alle meine Kolleginnen sind echt witzig, talentiert und unterhaltsam.

Wie bist du Senior Environment Artist geworden?
Ich habe einen Bachelor of Fine Arts von der Carnegie Mellon University. Nach dem Abschluss zog ich nach NYC, um bei den MTV Studios zu arbeiten, doch unglücklicherweise war das im September 2001. Nach ein paar Jahren als Freelancerin zog ich zurück nach Maryland. Ein paar meiner Kontakte aus NYC empfahlen mich weiter, und so fragte Gary Noonan mich per E-Mail, ob ich mich bei Bethesda bewerben wolle. So wurde ich zum 42. Mitglied des Studios.

Wie lange arbeitest du schon bei Bethesda?
Ich bin bei Bethesda nun seit etwas über 19 Jahren, länger als es die Serie Supernatural und die Saw-Horrorfilmreihe gibt. Seitdem hat sich die bekannte Gothrock-Band Bauhaus zweimal getrennt und wieder zusammen gefunden.

Welchen Ratschlag gibst du jemandem, der in dieser Industrie arbeiten will?
Beschränkt euch bei eurer Ausbildung nicht aufs rein Fachliche, erwerbt eine möglichst breite Bildung. Während des Studiums besuchte ich „fachfremde“ Veranstaltungen zu kreativem Schreiben, Sozialpsychologie, Virtual Reality, afro-amerikanischer Literatur, Kunstgeschichte und mehr. Das hat mir später im Beruf genauso geholfen wie mein eigentliches Studium, wenn nicht mehr.

Welche Aufgabe hattest du zu Anfang?
Ich begann in der QA-Abteilung und wechselte dann in die Grafikabteilung, sobald eine Stelle frei wurde. Mein erstes Projekt war die Erschaffung der Stadt Cheydinhal für TES IV Oblivion. Der Job bei Bethesda war für mich der erste in der Videospielindustrie.

Erzähl uns deine Lieblingsgeschichte von der Arbeit.
Vor einigen Jahren gab es einen Lebkuchenhaus-Wettbewerb. Das Landschaftsteam baute mit Lebkuchen die Eröffnungssequenz aus Oblivion nach. Dafür haben wir ALLES gegeben. Ich designte die Ausstechformen für die Tore und die Soldaten und druckte sie mit dem 3D-Drucker. Unser Warhammer-Terrainexperte beriet uns beim Bauen, jemand schmolz Kandis ein, um daraus ein Glasportal zu gießen. Es war der Wahnsinn. Am Ende landeten wir sogar nur auf dem zweiten Platz, weil ein anderes Team den allerschönsten Lebkuchen-Vault aller Zeiten gebaut hatte.

Was liebst du an deinem Job bei Bethesda Game Studios am meisten?
Am meisten liebe ich meine Kolleg*innen. Und ich liebe es, diese fantastischen kleinen Pflanzen für unsere Welten zu erschaffen, an denen sich die Spieler erfreuen.

Mein absolutes Lieblingsprojekt bislang war Skyrim. Es war eine riesige Freude, all die verschiedenen Zutatenpflanzen und Landschaften zu erschaffen. Ich beobachte gerne, was bei den Spieler*innen ankommt und wie es genutzt wird. Ich muss immer noch lachen, wenn ich an all die Videos von rollenden Kohlköpfen in Skyrim denke.

Was ist dein aktuelles Lieblingsspiel?
Ich liebe Adventures. King's Quest IV, Quest for Glory und Maniac Mansion brachten mich dazu, in die Spielebranche einzusteigen. Ich bin auch ein Riesenfan von Silent Hill und Animal Crossing.

Worauf bist du bei der Fallout-Reihe besonders stolz?
Da gibt es so einiges, denn ich habe an Fallout 3, Fallout 4 und Fallout 76 mitgearbeitet! Ich habe die Cathedral of Learning in Pittsburgh für das Inhalts-Update „The Pitt“ in Fallout 76 erschaffen. Ich habe in Pittsburgh studiert. Damals verbrachte ich ganze Stunden damit, auf einer Treppe in der Nähe meines Wohnheimes zu sitzen und dieses Gebäude zu betrachten. Funfact: Diese Gegend nennt sich Haven, nach dem Namen des Hauses, in dem all meine Freunde wohnten. Während eines Game Jam erschuf ich die Nuka-Cola-Powerrüstungs-Lackierung, die gut bei den Spieler*innen ankam. Nicht zuletzt freue ich mich über meine Rhododendren in Fallout 76. Der Rhododendron ist die Staatsblume von West Virginia, darum wollte ich ihn unbedingt ins Spiel einbauen.

Gab es ein Feature oder ein Detail, das es beinahe nicht in eines der Fallout-Spiele geschafft hat, an denen du gearbeitet hast?
Bei der Arbeit an Fallout 76 erschuf ich zu Beginn einen Entwurf für eine überwucherte Brücke. Ich setzte zwei Skelette in einen Truck, eines im rosa Kleid, das andere im Anzug. Hinter dem Truck lag ein Hundehalstuch. Das war mein kleiner Tribut an Beetlejuice, den besten Film aller Zeiten.

Was ist deine liebste Community-Geschichte?
Am besten war es bislang, als sich das Mothman Museum an uns wandte, um gemeinsam mit uns ein Mottenmann-T-Shirt im Stil von Fallout 76 zu entwerfen. Während meiner Zeit an der Uni wurde dort The Mothman Prophecies gedreht, ich kannte mich mit dem Stoff also aus.

Woran arbeitest du als Nächstes? Worauf bist du am meisten gespannt?
Ich freue mich schon auf die Reaktionen auf die Planeten in Starfield! Hier hat sich das Landschaftsteam extrem ins Zeug gelegt und fantastische Dinge erschaffen!

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