
Fallout 76 (PC)
Buy GameFallout 76 – Community-Spotlight: CHAD: A Fallout 76 Story
Fallout 76 (PC)
Buy GameEs ist ein Name, dem viele (amerikanische) Fallout- und Podcast-Fans bereits begegnet sind.
Ein „Chad“ ist der typische Highschool-Rüpel, eine ungehobelte Sportskanone, die bei einer Party gerne mal zu viel Bier in sich reinkippt. Allerdings würde man nicht erwarten, in einer postapokalyptischen Welt auf so jemanden zu stoßen.
„CHAD: A Fallout 76 Podcast“ begann als flüchtiger Gedanke in Kenneth Vigues Kopf. Die meisten US-Schüler gingen auf eine Highschool, auf der so ein Chad für seine sportlichen Fähigkeiten bekannt war. Vielleicht drangsalierte er sie oder andere in ihrem Umfeld. Normalerweise sieht man so jemand aber nach seiner Highschool-Zeit nie wieder. „Ich fragte mich, was wäre, wenn man mit dem Verlassen von Vault 76, anders als bei der Highschool, so einer Person nicht wirklich entkommen könnte“, erzählt uns Kenneth.
„Diesen ersten Gedanken weiterspinnend schrieb ich schnell einen kurzen Tagebucheintrag über einen langsam seinen Optimismus verlierenden Vault-Bewohner namens Simon, der einfach nur versucht zu überleben und sich nach dem Rückeroberungstag eine Hütte baut“, fährt Kenneth fort. „Und dann kommt dieser nervige Charakter Chad immer wieder rum und bettelt nach Vorräten. Irgendwann wird Simon dann um 2 Uhr morgens von Chad geweckt, der einfach in sein Haus marschiert und an der Rüstungswerkbank rumballert, und Simon jagt zwei Ladungen Schrot in Chad rein und da fängt unsere Geschichte an.“
Kenneth Vigue ist zeit seines Lebens Gamer, Marketingmensch und Schreiber. Angefangen mit dem Spielen hat er 1986 auf seinem Nintendo. „Das war so neu damals, dass meine Eltern eine Cocktailparty schmissen und die Erwachsenen aus der Nachbarschaft zu uns einluden“, erinnert er sich. Als er 16 war, bekam die Familie einen PC, die Eltern schenkten ihm Quake und MYST zu Weihnachten, und seither ist er begeistert von virtuellen Erkundungstrips und Shootern.
Kenneth schreibt, seit er sechs Jahre alt ist, später erfand er kurze Horrorgeschichten, die in seiner Zeit bei den Pfadfindern am Lagerfeuer vorgelesen wurden. Nach der Highschool und ein paar Theaterstücken und Independent-Filmen verließ ihn die Motivation und er gab das Schreiben auf, um sich auf seine Karriere zu konzentrieren. Erst als Fallout 76 auf der Bildfläche erschien, fand er diesen Funken der Inspiration und zückte wieder den Stift.
„CHAD: A Fallout 76 Story“ begann sein Dasein in Form von Tagebucheinträgen, die im Dezember 2018 in diversen Facebook-Gruppen gepostet wurden. Die erste Episode wurde am 12. Mai 2019 veröffentlicht, und bis heute ist die Zahl der Hörer und Abonnenten über alle Plattformen hinweg auf 300.000 angewachsen. „Ich hätte niemals gedacht, dass das irgendwo hinführt, und noch viel weniger, dass die Sendung so gut aufgenommen würde. Und dass sie von Menschen geliebt wird, die 76 spielen, 76 nicht gespielt haben, Podcasts hören oder noch nie zuvor einen Podcast gehört haben“, sagt Kenneth. So viele Zuhörer zu haben, sei „gleichermaßen verwirrend wie bestätigend.“

Wer „CHAD: A Fallout 76 Story“ noch nie gehört hat, mag sich die Frage stellen, worum sich der Podcast überhaupt dreht. Das lassen wir Kenneth einfach in seinen eigenen Worten erklären: „Der Podcast ist eine schwarzhumorige Serie, schwer beeinflusst von der goldenen Ära der Radiosendungen, die ich als Kind zusammen mit meiner Großmutter auf Schallplatte hörte, beispielsweise 'Lights Out', 'The Whistler' und so weiter. Aber die Sendung ist auch von trockenem britischen und von gängigem modernen Humor wie in South Park beeinflusst. Ich wollte mit der Sendung einen Podcast machen für Menschen, die nie Podcasts hören. Ich wollte kinoartige Audio-Landschaften nutzen, um für unser geistiges Auge diese Art reichhaltigen Sound nachzuempfinden, der in modernen Filmen selbstverständlich für uns ist. Diese Akustik und die mit ihr gekoppelte Optik stecken heutzutage tief in uns drin – wenn wir also so etwas hören, dann können wir ganz einfach die Action visualisieren. Ein Beispiel: In unserer Halloween-Episode tritt Chad jemanden und der fliegt durch die Luft und landet in einem elektrischen Stuhl, wo er in Feuer aufgeht. Das ist so ein typisches Actionfilm-Ding, dass wir uns das sofort bildlich vorstellen können, ohne es sehen zu müssen.“
Die ursprünglichen Episoden starteten als Holoband-Tagebucheinträge, bis Kenneth sich sorgte, dass die Zuhörer seiner alleinigen Stimme müde würden, und er fühlte sich daran gehindert, größere Geschichten zu schreiben und zu erzählen. Das führte dazu, dass Kenneth auf Reddit und in Facebook-Gruppen Leute für Castings suchte. „Mir war es wichtiger, die richtigen Stimmen für die Charaktere zu finden, als Leute mit Sprecher-Erfahrung“, sagt er und führt Chads Stimme als Beispiel an. „Chad wird von Alexander Luthor gesprochen, der zwar aus England stammt, aber mit der unglaublichsten amerikanischen ‚Yo, Mann‘-Stimme überhaupt spricht.“
Im Hinblick auf Saison 2 hat Kenneth bestimmte Charaktere im Kopf, und es gibt Stimmen, die er mal gehört hat und die er casten will. In solchen Fällen wendet er sich an die Leute und lädt sie ein, Figuren in seiner Sendung zu spielen. Einige der namhafteren Leute, die den Charakteren ihre Stimme leihen, sind Pete Hines, die YouTuber Kevduit und Oxborn und der Twitchstreamer Tooniversal. (Die komplette Liste von Sprecherinnen und Sprechern in „CHAD: A Fallout 76 Story Podcast“ findet ihr am Ende des Artikels.)

Doch was macht den Inhalt der Sendung so besonders – Kenneth sagt es uns. „Die geheime Zutat der Sendung ist, dass das Spiel und seine Metaebene, die wir normalerweise in der dritten Person erleben, hier in der ersten Person von den Figuren der Sendung erlebt wird, und zwar mit haarsträubenden und existenzbedrohenden Resultaten. Am relevantesten ist dabei das Fehlen eines dauerhaften Todes oder echter Konsequenzen, wenn man getötet wird oder andere tötet. Aber auch Skill-Karten, C.A.M.P.-Bau, wirklich alles, was wir im Spiel erleben, wird zu einem Teil des nachvollziehbaren Humors der Sendung.“
„In einem größeren Zusammenhang geht es bei der Sendung darum zu erleben, wie zwei beinahe am selben Tag geborene Leute im Vault aufwachsen und von unterschiedlichen Umständen geformt werden. Was passiert, wenn diese Leute sich einen bestimmten Weg aussuchen und Entscheidungen im Hinblick auf ihr Überleben treffen müssen“, fragt Kenneth. Aktuell sind vier Saisons der Sendung geplant, und Kenneth und sein neues Team von Autoren stellt und beantwortet die Frage: „Wie weit würdest du gehen?“

Anfangs war da nur Kenneth. Ohne Erfahrung bei Aufnahme, Produktion oder Entwicklung eines Podcasts legte er mit einer Idee im Kopf los. Bei jeder Episode kann es Wochen dauern, bis sie produziert ist – vom Schreiben bis zur Aufnahme, der Bearbeitung und dem Mastern. Die Episoden sind eine Stunde lang und werden einmal pro Monat veröffentlicht. Mit der zunehmenden Popularität hat Kenneth zwei zusätzliche Autoren an Bord genommen, Cody Hightower und George Wolf. Er hat auch Christian Mower, der Punch und einige andere Charaktere spricht, zur Unterstützung bei der Bearbeitung angeheuert und ist auf der Suche nach einem alternativen Redakteur.
Bei so vielen Monaten, die er mit der Schaffung fesselnder und interessanter Geschichten und Charaktere verbracht hat – was ist da Kenneths bislang beste Erinnerung? „Bis zu dieser Saison war es die Bethesda-Game-Days-Livesendung von uns ... Das war einfach der wunderbarste Tag und die wundervollste Erfahrung, die ich je gemacht habe. Aber vor Kurzem schufen wir für unser diesjähriges Halloween-Special eine Hommage an meine Lieblingsgeschichte meines Lieblingsautors Ray Bradbury, 'Das Böse kommt auf leisen Sohlen'. Ich finde wirklich, dass das die bestgeschriebene und -produzierte Sendung bislang war. Der Ton dieser Geschichte, das Gut gegen Böse ... die verborgenen Tiefen, Wünsche und Ängste des menschlichen Herzens passen perfekt zum Thema von Fallout. Es ist gleichermaßen skurril und erschreckend.“

Kenneth Vigue hat nicht nur „CHAD: A Fallout 76 Story“ geschaffen, sondern sich auch auf viele andere Arten in die Fallout-Community eingebracht. Erst vor Kurzem verantwortete Kenneth „Fallout for Hope“, eine großangelegte Wohltätigkeitsaktion vom 14. bis 20. Dezember, mit über 300 Livestreamern, Influencern und Spielern auf Twitch, YouTube und Facebook Gaming. Alle Streamer und Events drehen sich um die Fallout-Serie, und das Ziel ist, 50.000 US-Dollar für das St. Jude Childrens Research Hospital zu sammeln. Als dieser Artikel geschrieben wurde, hatte Fallout for Hope bereits 8.000 Dollar gesammelt – Tage, bevor das Event überhaupt startete.
„Wir haben schon viele Jahre privat an St. Jude's gespendet. Das ist eine weltweite Organisation, die sich heute auf Forschung und Behandlung von lebensbedrohlichen Krankheiten bei Kindern spezialisiert. Von Geburtsfehlern bis zu Krebs – ihre Forschung hat für einen deutlichen Rückgang von Toden gesorgt“, sagt Kenneth. „Aber mal ehrlich, wenn man ein Kind ist, sollte sich Weihnachten um Freude, Licht und Hoffnung drehen ... nicht um Angst und Schmerz. Wenn unsere Aktion hilft, dass die Kinder ein bisschen davon bekommen, wenn sie hilft, Schmerz zu lindern oder für Besserung zu sorgen, dann gibt es wohl nichts Besseres, was man tun könnte.“
In seiner Freizeit sucht Kenneth auch nach anderen aufstrebenden Autoren. „Nachdem die Sendung losging, war ich selbst als Fan der Serie richtig hungrig darauf, mehr neue Geschichten außerhalb unseres Kosmos zu hören. Ich habe mir einige großartige angehört, beispielsweise West Vault Radio oder Arron Clow's Mindfog. Aber ich würde mir wirklich wünschen, es gäbe mehr Fallout- und Fallout 76-Inhalte da draußen. Deshalb startete ich eine 'Autoren-Lagerfeuer-Gilde', um Schreiberinnen und Schreibern zu helfen, ihre eigenen Geschichten in Podcast- oder Machinima-Form zu bringen. Seit wir damit begonnen haben, sind fünf wirklich wunderbare Sendungen in der Vorproduktion, eine davon startet schon bald. Wenn jemand schreibt und die eigenen Fallout 76- oder allgemeinen Fallout-Geschichten in etwas Besonderes verwandeln will, und Leute braucht, die ihn zur Arbeit ermuntern und Feedback geben, dann kann man mich gerne auf Twitter anpingen. Wir freuen uns, neue Leute an unser Lagerfeuer zu bringen.“
Vielen Dank, Kenneth, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns über deinen Podcast, deine Wohltätigkeitsaktionen und deine Autorengruppe zu sprechen! Wir sind große Fans der Geschichten, die du erzählst, und wir können die nächste Saison von „CHAD: A Fallout 76 Story“ kaum erwarten.
Wollt ihr auf dem Laufenden bleiben, was Kenneth alles so macht? Dann guckt euch doch mal seine Social-Media-Kanäle an.
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Podcast Host
Website
Und ein großes Danke geht auch an die Sprecher von „CHAD: A Fallout 76 Story Podcast“:
Alexander Luthor ~ Chad Johnson / Dr. Stanislaus Braun
Kenneth Vigue ~ Erzähler / Simon Rex / Mottenmann
Paul M Watson ~ Jake White
Taylor Jinx Knight ~ Amata Hayes
Clint Winberry ~ Moose Miller
Peter Anthony Buxton ~ Scoutmaster Stewart, verschiedene Bots
Christian Mower ~ Mr. Handy (verschiedene), Punch
Jessica Marie Dickey ~ Patsy Parker / Mary Ann Belts
Jessica Duval ~ Susie / Ella, Betsy
Morgan Brown ~ Karen
Kevin Chenard ~ Bezirksstaatsanwalt Malcolm Fletcher
Mary Kalopodes-Saunders ~ Aufseherin
Dr. Mark Hauswirth ~ Brian Williams / „Slick“ Willy
Robert Solomon ~ Mottenmann-Hohepriester
Cody Hightower ~ Hugo Warren
Joseph Picard ~ Vault-Tec Sicherheitschef Albert Vince
Christopher J. Morrow ~ Robert House, David
Adam Silva ~ „Fast“ Freddie
Fenwa Teryen ~ Charles Bishop / Bland Banshee / Silver Shroud
Jorian Koeten ~ Beleidigungs-Bot