
The Elder Scrolls: Legends
Einsteiger-Guide für Kämpfe
The Elder Scrolls: Legends
The Elder Scrolls: Legends erfindet das klassische digitale Kartenspiel auf eine ganz eigene Weise neu.
Mit seinem temporeichen und schnell zugänglichen Spiel hat Legends auch erfahrenen Spielern einiges zu bieten. Doch bevor wir in die strategischen Feinheiten des Deckbaus oder das innovative Zwei-Reihen-Setup eintauchen, lasst uns ganz von vorne anfangen: Wie läuft so eine Partie Legends überhaupt ab?
Kreaturen
Wie ihr euch vorstellen könnt, sind Kreaturen das Salz in der Suppe von The Elder Scrolls: Legends. Jede Kreatur hat einen Angriffs- und Verteidigungswert – die wichtigsten Faktoren im Kampf. Wenn eine Kreatur eine andere attackiert, werden der Angriffs- und Verteidigungswert miteinander verglichen. Habe ich beispielsweise eine Kreatur mit Angriffswert 4 und attackiere damit eure Kreatur mit Verteidigungswert 3, beißt eure Kreatur ins digitale Gras und ist aus dem Spiel. (Das ist natürlich tragisch ... für euch jedenfalls.) Aber das war noch nicht alles! Eure Kreatur greift auch die meine an! Falls der Angriffswert eurer Kreatur hoch genug ist, stirbt meine Kreatur ebenfalls. Falls nicht, schwächt ihr eine meiner Kreaturen und könnt sie vielleicht bei einer späteren Gelegenheit ausschalten.
Kreaturen sind in Legends allerdings nicht allein darauf beschränkt, andere Kreaturen anzugreifen. Sie haben auch die Möglichkeit, direkt auf den anderen Spieler loszugehen – solange keine anderen Kreaturen mit der Fähigkeit Wächter in ihrer Reihe liegen. (Wenn eine Kreatur Wächter hat, müssen alle gegnerischen Kreaturen erst diese Karte angreifen, bevor sie den anderen Spieler oder andere Karten auf dem Spielbrett attackieren können. Wir werden Fähigkeiten wie Wächter in einem anderen Beitrag näher unter die Lupe nehmen.) Eines ist noch wichtig: Kreaturen können normalerweise nicht im selben Zug angreifen, in dem sie ins Spiel kommen. Es gibt allerdings eine Ausnahme zu dieser Regel, auf die wir später noch eingehen werden.
Fähigkeiten
Kreaturen in The Elder Scrolls: Legends können bis zu 12 verschiedene Schlüsselwortfähigkeiten besitzen. Manche dieser Fähigkeiten sind statische Effekte, die wirksam sind, solange eine Kreatur lebt, während andere Fähigkeiten einmalig Effekte hervorrufen, die in bestimmten Momenten ausgelöst werden. Die verschiedenen Fähigkeiten sind: Prophezeiung, Durchbrechen, Wächter, Regenerieren, Sturmangriff, Schutzzauber, Fesseln, Tödlich, Dieb, Letzter Atemzug, Beschwörung und Entzug. Fähigkeiten spielen in eurem Spiel und bei der Zusammenstellung eures Decks eine entscheidende Rolle. Wir werden uns mit ihnen in einem anderen Beitrag noch näher befassen, aber natürlich können Fähigkeiten einen entscheidenden Einfluss auf den Kampf haben.

Reihen
Wenn Kreaturen die Schachfiguren von Legends sind, dann sind die Reihen die einzelnen Felder auf dem Schachbrett. Bei allen Duellen und den meisten Kampagnenpartien gibt es zwei Reihen. Kreaturen können einer beliebigen Reihe zugewiesen werden, aber sie können nur gegnerische Kreaturen in derselben Reihe direkt angreifen (soweit nicht anders angegeben). Das verleiht dem Spiel eine Menge strategischer Tiefe. Wenn euer Gegner ein starkes Monster in der rechten Reihe hat, das alles vernichtet, was ihr ihm entgegenstellt, spielt ihr eure Kreatur vielleicht lieber in der linken Reihe aus und geht ihm erst mal aus dem Weg, bis ihr es mit ihm aufnehmen könnt. Wenn ihr wisst, dass euer Gegner einen Zauber hat, der allen Kreaturen in einer Reihe Schaden zufügt, verteilt eure Kräfte, um den verursachten Schaden zu minimieren. Zwar können Kreaturen nicht direkt von anderen Kreaturen außerhalb ihrer Reihe angegriffen werden, allerdings sind sie speziellen Beschwörungen anderer Kreaturen ausgesetzt. Aschendiener in einer Reihe können ihre Beschwörung nutzen, um jeder Kreatur auf dem Spielbrett 2 Schaden zuzufügen, selbst wenn sie in Deckung sind.

Für manche Reihen gelten besondere Bedingungen, die zu Beginn einer Partie festgelegt werden. Die häufigste ist die "Schatten-Reihe". Kreaturen, die dieser Reihe zugewiesen werden, beginnen das Spiel in Deckung (das heißt, sie können eine komplette Runde lang nicht angegriffen werden, nachdem sie ins Spiel kommen).
Neben der normalen Reihe gibt es viele verschiedene Arten modifizierter Reihen. Auch diese werden wir uns in einem späteren Beitrag näher anschauen, aber euch sollte schon einmal klar sein, dass sie den Kampf stark beeinflussen können. Jede dieser modifizierten Reihen hat einen anderen Einfluss auf das Spiel.
Schmiede das Eisen, solange es heiß ist!
Der Kampf ist das Herz von The Elder Scrolls: Legends. Mit der Zeit werdet ihr die Kniffe des einzigartigen Kampfsystems erlernen und wie ihr sie zu eurem Vorteil nutzen könnt.
Eines der wichtigsten Konzepte, die ihr verstehen müsst, ist die Initiative. Wenn ihr im Spiel die Oberhand habt, also über mehr Kreaturen verfügt als euer Gegner und allgemein in der besseren Position seid, habt ihr die Initiative. In diesem Fall seid ihr am besten beraten (meistens, aber nicht immer), wenn ihr euren Gegner direkt angreift, statt euch mit seinen Kreaturen abzugeben. Der Grund dafür ist, dass die Kreaturen eures Gegners normalerweise zurückschlagen müssen, wenn sie am Zug sind, indem sie eure Kreaturen vernichten, um die Blutung zu stoppen. Kurz gesagt: Lasst sie sich ruhig an euren Kreaturen abarbeiten, während ihr eurem Gegner direkt Schaden zufügt.
Vorteile wie diese gibt noch mehr in Legends. Wir werden euch schon bald mit weiteren Tipps und Taktiken versorgen, also haltet regelmäßig nach neuen Beiträgen zur Strategie Ausschau!