data.images.event.214.Dishonored2_ComicHeader_1315x315.jpgDishonored 2 Box Art - 1200 x 1476

Dishonored 2

Dishonored 2
28. September 2016

Der Dishonored-Comic – Interview mit dem Zeichner

Dishonored 2 Box Art - 1200 x 1476

Dishonored 2

Fragt man Fans, woran sie bei Dishonored denken, bekommt man einiges zu hören: überzeugende Charaktere und eine Welt, die auf die Entscheidungen des Spielers reagiert; einzigartige Mechaniken und übernatürliche Fähigkeiten, die einen individuellen Spielstil erlauben; und dann ist da natürlich noch der beeindruckende malerische Grafikstil, der bei der Umsetzung auf ein neues Medium berücksichtigt werden muss.

Neulich sprachen wir mit Gordon Rennie, dem Autor der Dishonored-Comicserie, über das Verfassen einer Geschichte, die im Kaiserreich der Inseln angesiedelt ist. Inzwischen sind die ersten drei Ausgaben erhältlich. Aus diesem Anlass richten wir unsere Nachtsicht auf Zeichner Andrea Olimpieri, der Rennies Story lebendig werden lässt.

Wie gut bist du mit Dishonored vertraut?

Bevor ich mit diesem Projekt anfing, hatte ich Dishonored bei einem Freund gespielt. Ich fand die Architektur von Dunwall faszinierend, doch wegen meines Arbeitspensums konnte ich die Welt nicht in Ruhe erforschen. Als ich diesen Auftrag von Titan annahm und die Kenntnis der Welt zu meinem Job gehörte, hatte ich endlich eine gute Ausrede: Ich spiele nicht, ich studiere!

Dishonored hat einen sehr eigenen Stil, inwieweit musstest du dich ihm anpassen?

Gewöhnlich zeichne ich große schwarze Flächen, um meinen Werken Atmosphäre zu verleihen, aber bei diesem Projekt habe ich mich in der Hinsicht zurückgehalten. Ich beleuchte die zahllosen Details der Dishonored-Welt, ohne dass sie dabei ihr düsteres, rohes Gefühl verliert.

**Welche Anweisungen und Reaktionen gab's vom Arkane-Team? **

Die Arkane-Leute wussten meine Charakterskizzen zu schätzen, die ich schon gezeichnet hatte, bevor ich das Skript erhielt. Während des Projekts hatten sie sehr wenige Änderungswünsche, was für einen Comiczeichner immer gut ist – vor allem, wenn du an einer etablierten Marke arbeitest. Das bedeutet, dass du genau das ausdrückst, was der Auftraggeber im Sinn hatte.

Wie hast du Corvos mystische Fähigkeiten für das Comic-Format umgesetzt?

Als Gamer und Dishonored-Fan versuchte ich Corvos Kräfte möglichst originalgetreu darzustellen. Ich wollte dem Spiel huldigen und alles so ähnlich gestalten, wie es nur geht.

Hast du ein bestimmtes Lieblingsbild im Comic? Welches war besonders schwierig zu zeichnen?

Nicht nur ein Bild, sondern eine ganze Lieblingsseite: Seite 7 in der ersten Ausgabe ist auf jeden Fall einer meiner Favoriten. Es ist nämlich das erste Mal, dass wir sehen, wie Corvo die Maske aufsetzt und von seinen Kräften Gebrauch macht. Die ersten Seiten waren für mich am schwersten, weil ich noch dabei war, ein Gefühl für das Setting zu bekommen. Ich bin total happy über das Ergebnis – dank des tollen Skripts von Gordon und Arkane sowie Marcelos Kolorierungs-Zauberei. Die Arbeit an dem Comic war ganz schön aufwändig, hat aber auch echt Spaß gemacht.

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Anne Lewis

Sr. Global Content Lead