data.images.event.2.ESO_Hero_1315x315.jpgThe Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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23. Juli 2015

Leitfaden für Konsolenspieler zu The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited

The Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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Endlich ist es so weit!

Ab sofort steht das Portal in die riesige Welt von The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited auch Xbox One- und PlayStation 4-Spielern offen. Ihr braucht nur noch hindurchzutreten.

Wenn ihr schon immer mal ein Elder Scrolls-Spiel mit einem Freund zusammen spielen wolltet (und wer würde das nicht gerne), ist ESOTU genau das Richtige für euch. Natürlich ist ESOTU ein Online-Mehrspieler-Spiel, was bedeutet, dass ihr in den Genuss toller neuer Features kommt, die es in Morrowind, Oblivion oder Skyrim noch nicht gab. Es ist eine Möglichkeit, ein Elder Scrolls-Spiel auf fesselnde Art und Weise neu zu erleben, und auch langjährige Spieler werden sich sofort zu Hause fühlen, sobald sie den Controller in der Hand halten.

BEKANNTES

Nehmen wir zum Beispiel die Steuerung. Wenn ihr frühere Titel der Elder Scrolls-Serie auf Konsolen gespielt habt, wird euch die ähnliche Steuerung von ESOTU auffallen. Ihr springt, schleicht, schwingt Waffen und feuert mit eurem Stab Blitze ab, wie zuvor auch schon … allerdings jetzt auch in der Ego- oder Third-Person-Perspektive. Der Kampf ist genauso in Echtzeit gehalten und greift auf Leben, Ausdauer und Magicka zurück. Euch werden sogar viele Kreaturen aus früheren Spielen begegnen, auch wenn sie wahrscheinlich etwas anders aussehen. (Tausend Jahre können zu beträchtlichen genetischen Veränderungen führen.)

Die Welt an sich bietet allerlei Bekanntes. Obwohl Tamriel in Regionen unterteilt ist und nicht aus einer einzigen riesigen Welt besteht, sind die meisten dieser Regionen in etwa so groß wie die bisherigen Spiele (wenn nicht sogar größer). Ihr werdet auf einige bekannte Orte stoßen und sehen, wie sehr sich die Dinge innerhalb eines Jahrtausends ändern … oder auch nicht.

In einer riesigen Welt wie dieser gibt es viel zu erledigen, so wie es von einem Spiel der Elder Scrolls-Serie zu erwarten ist. Die Umgebungen zeichnen sich durch eine faszinierende Geografie und Architektur aus und werden von interessanten und vollständig vertonten Charakteren bevölkert. Das Spiel umfasst eine zentrale Questreihe, mehrere weitere große Quests sowie unzählige optionale Quests. Fans des Fraktionsspiels werden sich freuen, dass sowohl die Kriegergilde als auch die Magiergilde eigene Questreihen anbieten. Und ja, ihr könnt ein Werwolf oder Vampir werden.

Natürlich gibt es auch viele Einzelaktivitäten, wozu auch eine Reihe von Handwerkssystemen und mächtige Fertigkeiten mit Fertigkeitsbäumen zählen. Noch viel wichtiger aber ist, dass beinahe das gesamte Spiel alleine gespielt werden kann, sollte der Spieler dies wünschen. Anders als die meisten anderen MMORPGs könnt ihr den Großteil von ESOTU ganz alleine spielen.

Anders gesagt, es ist ein waschechtes Elder Scrolls-Spiel.

NEUES

Aber ja, es gibt auch jede Menge Neues. Zum Beispiel …

Steuerung und Spieloberfläche

Obwohl die grundlegende Steuerung und die Spieloberfläche den Fans bisheriger Elder Scrolls-Spiele bekannt sein dürfte, gab es bei ESOTU die eine oder andere Anpassung, um der durchgehenden Echtzeit eines Multiplayer-Rollenspiels besser gerecht zu werden. Die größte Änderung bei der Steuerung ist sicherlich der neue Aktionsbalken zur sofortigen Aktivierung ausgewählter Gegenstände, Zauber und Fähigkeiten. Ihr braucht das Spiel also nicht mehr zu unterbrechen, um eine Auswahl zu treffen oder per Steuerkreuz oder Richtungstaste die Favoriten auszuwählen. Jetzt stehen euch sechs Zauber und/oder Fähigkeiten sowie ein eines der Verbrauchsgüter per Tastendruck sofort zur Verfügung. Auf weitere Gegenstände könnt ihr durch Halten des Steuerkreuzes oder der Richtungstaste nach oben auf ein Radialmenü zugreifen und ein weiteres (ebenfalls anpassbares) Radialmenü steht euch für „Emotes“ zur Verfügung, also für Gesten wie Winken oder Zeigen, um mit anderen Spielern zu interagieren.

Und wo wir gerade von Interagieren sprechen: ESOTU auf den Konsolen unterstützt den Sprach-Chat sowohl über private als auch öffentliche Kanäle, je nachdem, wie weit ihr gerade von anderen Spielern entfernt seid. Wenn ihr also ein Headset benutzt und einem anderen Spieler begegnet, könnt ihr einfach nur „Hi!“ sagen, dann wird er oder sie euch hören. (Natürlich könnt ihr diese Funktion auch ausschalten, wenn ihr lieber für euch sein wollt.)

Fertigkeiten und Stufenaufstieg

Euch werden sicher auch ein paar Änderungen bei Fertigkeiten und Stufenaufstieg auffallen. Zum einen erhält jede der vier Klassen einen eigenen Satz aus drei Fertigkeitsbäumen. Sie setzen sich aus einer Mischung aktiver Fähigkeiten und passiver Verbesserungen zusammen. Aktive Fähigkeiten (dazu gehören auch Zauber) verbessert ihr, indem ihr sie anwendet, bis ihr sie gut genug beherrscht, dass sie sich zu einer neuen, noch nützlicheren Form weiterentwickeln. Passive Fähigkeiten dagegen werden nur verfügbar, wenn die dazugehörige Fertigkeit eine Stufe steigt – obgleich sie nach wie vor mit Fertigkeitspunkten gekauft werden müssen.

Das ist genau der richtige Zeitpunkt, um ein paar Worte über Fertigkeitspunkte zu verlieren: Ihr erhaltet Fertigkeitspunkte nicht nur, wenn ihr eine Stufe aufsteigt. Auch durch das Abschließen bestimmter Quests könnt ihr Fertigkeitspunkte erhalten. Und wenn ihr gerne auf Erkundungstour geht, gibt es noch eine weitere großartige Möglichkeit, sie zu sammeln: Himmelsscherben. Für jeweils drei dieser Scherben, die ihr in der Welt findet, erhaltet ihr einen weiteren Fertigkeitspunkt, um euren Charakter zu verbessern. Die Scherben sind über ganz Tamriel verteilt … aber nicht immer auf den ausgetretenen Wegen.

Kennt eure Rolle

Hier gibt es etwas zum Thema Stufenaufstieg, dass für Multiplayer-Spiele einmalig ist: Wenn ihr euch mit anderen Spielern zusammenschließen möchtet (was ihr auch tun solltet, weil es enorm viel Spaß macht), ist es von Vorteil, eine Vorstellung davon zu haben, welche Rolle ihr in dieser Gruppe einnehmen möchtet, wenn ihr diese Fertigkeitspunkte zuweist. Hofft ihr auf eine Rolle als Heiler oder Unterstützer? Wollt ihr an vorderster Front am meisten Schaden austeilen und alle Feinde auf euch ziehen? Wollt ihr euch im Hintergrund halten und eure Gegner mit Pfeilen und/oder Zaubern beharken? Jede erfolgreiche Gruppe braucht eine gute Mischung dieser unterschiedlichen Rollen, daher ist es wichtig, ungefähr zu wissen, worauf ihr hinauswollt, wenn ihr eure Fertigkeitspunkte zuweist.

Wenn ihr allerdings bereits weit gekommen seid und beschließt, eurem Charakter eine andere Richtung zu geben, müsst ihr nicht ganz von vorn anfangen. Besucht stattdessen einfach einen Schrein der Neuausrichtung, dann könnt ihr jeden einzelnen eurer Fertigkeitspunkte gegen eine Gebühr neu zuweisen.

Beachtet bitte, dass sich euer Spielerlebnis mit steigender Charaktererfahrung verändert. Zum einen stehen euch im Laufe des Spiels immer mehr Fertigkeitsbäume zur Auswahl, von fraktionsbasierten Fertigkeiten bis hin zu Fertigkeiten, die auf neuen Erfahrungen beruhen (Wenn ihr beispielsweise einen Verbündeten beklaut, wird der Fertigkeitsbaum „Lug und Trug“ freigeschaltet, mit dem ihr eurem neuen Verbrecherdasein frönen könnt.) Wenn ihr bestimmte Stufen erreicht, werden außerdem neue Fähigkeiten freigeschaltet, mit denen ihr euren einzigartigen Charakter weiter anpassen könnt.

Krieg der Allianzen

Auf Stufe 10 erlebt ihr eine der umfangreichsten Änderungen. Hier werdet ihr gefragt, ob ihr euch eurer Allianz in Cyrodiil anschließen wollt, um in einem zonenumspannenden Eroberungskrieg gegen andere Spieler anzutreten. Für diejenigen unter euch, die in Rollenspielen bisher immer nur gegen KI-Gegner angetreten sind, mag dies zwar waghalsig erscheinen, aber lasst euch nicht abschrecken. Erstens sind Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe vollkommen optional und zweitens gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie ihr eure Fraktion im Krieg unterstützen könnt, ohne direkt gegen andere Spieler antreten zu müssen. Ihr könnt Informationen über den Feind sammeln. Ihr könnt Belagerungswaffen wie Katapulte, Rammböcke, kochendes Öl und mehr kaufen und herstellen, um eure eigenen Ländereien zu verteidigen und Schaden aus sicherer Entfernung anzurichten. Oder ihr könnt euch einen sicheren Platz suchen, an dem ihr Verbündete heilt oder ihre Fähigkeiten verstärkt.

Die Seiten wechseln

Aber was ist, wenn der Allianzkampf nichts für euch ist? Dann solltet ihr Cyrodiil meiden, da man nur dort von anderen Spielern angegriffen werden kann. Es gibt schließlich aufgrund des Systems mit drei Allianzen mehr als genug zu tun. ESOTU ist fast wie drei vollständige Spiele in einem. Wenn ihr einen Charakter erstellt, wählt ihr aus, welcher Allianz er angehört: dem Dolchsturz-Bündnis, dem Ebenherz-Pakt oder dem Aldmeri-Dominion. Jede dieser drei Allianzen verfügt über ihr eigenes Gebiet und ihr werdet euren Fuß nicht in das Gebiet einer anderen Allianz zu setzen können. (Jedenfalls nicht, solange ihr nicht Stufe 50 erreicht habt. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.)

Das mag vielleicht etwas einschränkend klingen, wenn es da nicht zwei sehr wichtige Funktionen im Spiel gäbe. Erstens ist jedes Allianzgebiet für sich größer als Skyrim, Oblivion oder Morrowind – und es gibt drei davon. Und zweitens: Solltet ihr das Gebiet einer anderen Allianz erforschen wollen, erstellt ihr einfach einen neuen Charakter für diese Allianz. Hierzu müsst ihr nicht einmal ganz von vorne anfangen, sondern könnt Gold und Gegenstände zwischen den Charakteren tauschen, indem ihr in einer größeren Stadt eine Bank aufsucht. Besondere Gegenstände wie Reittiere und Begleiter stehen dann sofort all euren Charakteren zur Verfügung.

Eine bevölkerte Welt

Natürlich ist der größte Unterschied zwischen ESOTU und den vorherigen Titeln, dass ihr euch buchstäblich mit Tausenden von Spielern auf Abenteuerreise begebt. Selbst wenn ihr alleine spielt, begegnet ihr unzähligen anderen Spielern, die sich auf ähnlichen Missionen befinden. Natürlich kann das ein wenig gewöhnungsbedürftig sein, wenn ihr an die bisherige Abgeschiedenheit zurückdenkt. Aber ihr solltet nicht vergessen, dass euer Abenteuer nur euch gehört. Den Questgebern werden die Belohnungen nicht ausgehen und andere Spieler können die Vorräte der Händler nicht plündern.

Eigentlich ist es genau umgekehrt. Wenn ihr euch mithilfe eines einfachen Gruppensystems zusammenschließt, ist alles einfacher. Es gibt Herausforderungen, die als Gruppe mit Leichtigkeit zu bewältigen sind, alleine aber große Schwierigkeiten bereiten. Gruppen können sich in besondere Verliese wagen und Herausforderungen annehmen, die für mehrere kooperierende Spieler entwickelt wurden. Ihr könnt euch mithilfe der Gruppenanfragen auch einer Gilde anschließen oder vorübergehend einer Gruppe beitreten. Ihr werdet sehen, dass Tamriel noch viel interessanter ist, wenn ihr es gemeinsam mit anderen Spielern erforscht. Gut möglich, dass ihr sogar Freunde fürs Leben findet.

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Joe Rybicki

Contributor