
DOOM® Eternal
Psychologie für Anfänger: Was heißt „id“?
DOOM® Eternal
Inzwischen haben wir das geniale id-Software-Introvideo vorm Spielen von DOOM (2016) wohl alle unzählige Male gesehen (und vor allem gehört), aber habt ihr euch schon mal über die zwei Buchstaben in diesem Namen Gedanken gemacht? Heute wollte ich mal etwas Anderes präsentieren und euch erklären, was „id“ bedeutet. Und wie mache ich das? Indem ich meine alten Mitschriften aus den Anfänger-Psychologie-Kursen aus dem College rauskrame!
Was genau ist eigentlich das „id“?
Der Name „id“, zu Deutsch „Es“, ist inspiriert vom gleichnamigen Konzept, das Sigmund Freud in seiner Arbeit im Bereich der Psychoanalyse prägte, um das menschliche Unterbewusstsein zu beschreiben. Freud nahm an, dass das „Es“ eine von drei grundlegenden Instanzen der menschlichen Psyche darstellt und mit zwei weiteren Konzepten - dem Ich und dem Über-Ich – verwoben ist.
Nun ist die Freudsche Schule der Psychoanalyse in der heutigen wissenschaftlichen Welt ein ... heikles Thema. Da wir aber eine Videospiel-Webseite sind (und ich nur eine 3 in Psychologie hatte), sehen wir das Ganze lieber als DOOM-Trivia an und nicht als akademisch verlässliche Quelle für die Psychiatrie. Wo waren wir stehengeblieben?
Oh, genau!
##Es, Ich und das Über-Ich
Das „Es“ im Freudschen Modell beschreibt den Teil der menschlichen Psyche, der auf Impulse und Instinkte reagiert. Gaaanz einfach gesagt, wird das „Es“ nur von Grundbedürfnissen und -wünschen angetrieben und schert sich nicht um die Konsequenzen – das erklärt auch, warum ich heute schon meine dritte Flasche Mountain Dew trinke, ganz gleich, was mein Arzt auch empfohlen hat.
Das „Über-Ich“ wird als der kritische Teil der Psyche angesehen. Anders als das „Es“, beschäftigt sich das „Über-Ich“ mit Konzepten wie Moral, Ethik, sozialen Fettnäpfchen und vielleicht auch mit dem Gedanken, dass es auf lange Sicht keine gute Idee ist, sich so viel neonfarbiges Zuckerwasser in so kurzer Zeit zu Gemüte zu führen.
Das „Ich“ agiert als Vermittler zwischen dem „Es“ und dem „Über-Ich“, indem es versucht die Bedürfnisse des „Es“ zu befriedigen und dabei die Wünsche des „Über-Ichs“ zu respektieren. Deshalb werde ich mich wohl auch mit einem kalorienärmeren Blubberwasser zufrieden geben.
Diese drei Komponenten, die unter anderem als Freudsche Lehre bekannt sind, stellen einen Erklärungsversuch für die Psyche und die vom menschlichen Bewusstsein ausgeführten Handlungen dar. Aber selbst wenn ihr keine überzeugten Freudianer seid, ist das „id“ in id Software weiterhin ein lebendiger Leitgedanke – es verspricht Nervenkitzel, ausgelöst durch die unkontrollierte Geschwindigkeit des DOOM Slayers und dem blutigen Genuss des Metzelns und Schnetzelns im Kampf.
Na, wenn man das mal nicht angewandte Wissenschaft nennen kann.