

Prey
Prey – Typhon-Leitfaden

Prey
An Bord der Talos I ist etwas fürchterlich schiefgegangen.
Was als Experiment zur Verbesserung der Menschheit begann, hat sich zu einem unaufhaltsamen Alien-Befall durch die zuvor eingedämmten Typhon entwickelt. Morgan Yu, Hauptproband dieses Experiments, muss sich der Typhon-Bedrohung stellen, die die hochentwickelte Raumstation der TranStar Corporation fest in ihren pechschwarzen Klauen hält. Doch was genau sind das für Aliens? Das Typhon-Forschungsteam von TranStar erklärt es euch im folgenden Video:
Dank eines komplexen Ökosystems sind die Typhon mehr als nur die schattenhaften Kreaturen, deren einziges Ziel die Auslöschung der Menschheit ist. Wie genau manifestiert sich die Bedrohung, der ihr euch in Prey stellen müsst? Arkane Studios gibt ein paar Einblicke:
Die Bedrohung erwacht
Schon in den frühen Phasen der Entwicklung war Arkane klar, dass sie in der Gestaltung der Aliens sämtliche Klischees vermeiden wollten. Dies war Creative Director Raphael Colantonio besonders wichtig. "Wir wollten keine, wie Raf [Raphael Colantonio] so schön sagte, 'Orks mit Laserwaffen'", so Lead Designer Ricardo Bare. "Keine Sturmtruppler mit Blastern oder irgendwelche schleimigen, wabbligen Monster. Wir wollten dem Spieler etwas viel Geheimnisvolleres, etwas Paranormales präsentieren. Es hat zwar etwas gedauert, aber letztendlich erschufen wir Typhon mit amorphen Körpern. Sie sind nicht leicht zu durchschauen – und hier liegt das Bedrohliche: Es ist einfach unmöglich, zu erkennen, was das Alien gerade fühlt oder denkt."
Neben der Gestaltung lag ein weiterer Fokus auf ihrer Existenzgrundlage, ihrer Absicht, und für diesen Zweck mussten die Typhon miteinander verbunden sein. Daraus entstand ein komplexes Ökosystem, an dessen Anfang eine ganz bestimmte Typhon-Spezies steht, der ihr gleich zu Beginn in Prey begegnet: der Mimic.
"Am Anfang des Typhon-Organismus steht der Mimic", erklärt Colantonio. "Seine Rolle ist die des Kundschafters. Er tarnt sich und sammelt Energie, indem er sich an lebenden Organismen labt. Auf der Talos I sind dies die Menschen. Sobald sie genug Energie beisammen haben, erzeugen Mimics zusammen einen neuen Typhon, der sich 'Weber' nennt."
Das Phantom der Talos I
Weber erfüllen verschiedene Aufgaben. Sie sind nicht nur für die Erzeugung der sogenannten Koralle verantwortlich – einer farbenfrohen, faserigen Substanz, deren Zweck später enthüllt wird –, sie generieren auch die Phantoms. Doch diese erschafft der Weber nicht einfach aus dem Nichts.
"Die Mimics greifen einen Menschen an und entziehen ihm in gewisser Hinsicht sein Bewusstsein, seine Essenz. Daraufhin vermehren sich die Mimics", erklärt Bare. "Die Weber suchen dann die Überreste, die menschliche Hülle, die von den Mimics zurückgelassen wurde, auf und erschaffen daraus ein Phantom, das die anderen Typhon wie ein Wächter beschützt."
Daher stellen die Phantoms die Typhon mit den menschenähnlichsten Eigenschaften dar. Der Spieler findet bisweilen Überbleibsel in den Leichen der Phantoms, die an den Menschen hinter dem Phantom erinnern, wie Waffen, Schlüsselkarten oder andere Gegenstände. Außerdem könnt ihr Echos ihrer ehemaligen Existenz vernehmen – scheinbar zusammenhanglose Sätze werden von den gesichtslosen Phantoms gemurmelt, wenn sie durch die Gänge der Talos I pirschen. Phantoms sind zudem von unterschiedlicher Gestalt und warten entsprechend mit unterschiedlichen Stärken und Kräften auf.

Reine Kopfsache
Neben den Phantoms erzeugen die Weber aber noch andere Arten von Typhon, die ihr Ökosystem beschützen und zum Erreichen ihres Ziels unabdingbar sind. Darunter der Telepath, der nicht nur andere Lebensformen kontrollieren, sondern durch verheerende psychische Angriffe auch Morgans Fähigkeiten kurzzeitig blockieren kann.
"Der Telepath schart einen Haufen kontrollierter Menschen um sich", so Bare. "Das Gruselige daran: Diese Menschen wissen, dass sie kontrolliert werden. Sie bewegen sich auf einen zu, stöhnend und wehklagend. 'Hauen Sie ab! Gehen Sie weg von mir! Ich kann mich nicht beherrschen.' Das ist ziemlich erschreckend und bringt einige schwierige Entscheidungen mit sich: 'Was soll ich nur tun? Sie sind unschuldig. Der Telepath zwingt sie, mich anzugreifen. Töte ich sie? Kann ich sie irgendwie kampfunfähig machen?' Aber sobald das Problem mit den kontrollierten Menschen gelöst ist, steht man immer noch einem sehr mächtigen und zerstörerischen Telepathen gegenüber."

Menschen sind jedoch nicht das einzige, was der Kontrolle der Typhon anheimfallen kann. Weber erzeugen des Weiteren Technopathen, die die Technik an Bord der Raumstation manipulieren können. Da viele Typhon auf der Talos I in Reaktion auf ihre direkte Umgebung erzeugt werden, ist diese Fähigkeit weniger verwunderlich.
"Ähnlich wie Insekten haben die Typhon ein Bewusstsein, das sie wie ein Netzwerk verbindet", erklärt Colantonio. Sie kennen ihre Umgebung und passen sich entsprechend an – einschließlich einer recht großen Anpassung, die einzig auf Morgan Yu basiert.
Der Stoff, aus dem Albträume sind
"Irgendwann ermitteln die Typhon eine Anomalie, etwas, das sich wehrt und ihnen mehr entgegenzusetzen hat als alles Bisherige", so Colantonio über Morgan Yu. "Du bist ein Problem, ein Virus, dem entgegengewirkt werden muss. Und so erschaffen sie den sogenannten Albtraum, ein Typhon, der eigens dafür erschaffen wurde, dich zu jagen und zu vernichten."
Eure Entscheidungen in Prey ziehen Konsequenzen nach sich. Der Albtraum ist ein Beispiel, wie nicht nur die Typhon, sondern das Spiel selbst auf diese Entscheidungen reagiert. "Je mehr Typhon-Neuromods der Spieler installiert, desto ähnlicher wird er den Typhon und desto mehr wird sich der Albtraum seiner bewusst", erläutert Bare. "Irgendwann findet man sich in der Situation wieder, dass man einen Haufen Neuromods gesammelt hat, mit denen man Typhon-Fähigkeiten erworben hat. Und plötzlich ist da dieser unheimliche Schrei – und der Albtraum ist einem auf den Fersen." Sollte dies passieren, nehmt besser die Beine in die Hand, denn diesem mächtigen Typhon sollte man sich nicht direkt stellen – zumindest nicht zu Beginn des Spiels. Auch wenn es einer der größten Typhon im ganzen Spiel ist, so kann sich der Albtraum durch die kleinsten Räume zwängen und euch finden, egal, wo ihr euch versteckt.

Doch dies sind nicht die einzigen Typhon, die euch in Prey begegnen. Einige, wie die Mimics, entwickeln sich zu mächtigeren Typhon weiter. Andere, wie die Phantoms, mutieren zu den unterschiedlichsten Formen und können entsprechend unterschiedliche Kräfte nutzen. Immer mal wieder wird ein Weber in der Erzeugung eines Phantoms scheitern und stattdessen den schwer fassbaren und außerdem unsichtbaren Poltergeist kreieren. Außerdem werdet ihr euch nicht immer nur einer Art von Typhon gegenüber sehen. Auf eurer Erkundung der Talos I werdet ihr euch mit einer Bandbreite neuer und äußerst gefährlicher Typhon messen müssen.
Aber schreckt nicht zurück, denn ihr seid die einzige Hoffnung, die Menschheit vor der Typhon-Bedrohung zu retten, wenn Prey am 5. Mai 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheint.
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