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The Elder Scrolls V: Skyrim

The Elder Scrolls V: Skyrim
04. März 2021

Modder des Monats: PrivateEye

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The Elder Scrolls V: Skyrim

Diesen Monat haben wir einen fleißigen und erfolgreichen Modder für euch interviewt: PrivateEye, bekannt für die Qualität und Vielfalt seiner Elder Scrolls-Ausrüstungs-Mods.

Er spricht mit uns über seine Inspirationsquellen, Arbeitsweise und das „Durcheinanderwürfeln“ seiner Designs.

In der Community hat sich PrivateEye mit „Heavy Armory“ und „Royal Armory“ einen Namen gemacht – die beiden Mods zeichnen sich durch eine gewaltige Vielfalt an alltäglichen und magischen Waffen aus. Zudem liefern sie eine ganze Reihe klassischer Artefakte und Ausrüstungsgegenstände aus früheren Elder Scrolls-Titeln, zum Beispiel Aevar Steinwurfs Streitkolben, den Glockenhammer des 6. Hauses und Nerevars Mond-und-Stern-Ring.

Einige deiner Mods bilden Artefakte aus früheren Spielen nach. Wie gingst du bei der Auswahl vor?

Ich hatte da ein paar Kriterien. Zunächst einmal mussten mich die Artefakte interessieren, in puncto Design oder Hintergrundgeschichte. Dann war es wichtig, Gegenstände zu wählen, die zu diesem Zeitpunkt noch von keinem anderen Modder ins Visier genommen worden waren – das hätte sie sonst natürlich weniger interessant für mich gemacht.

Außerdem war ich damals, als ich im Jahr 2011 mit dem Modden anfing, noch recht unerfahren im 3D-Modelling, meine Fähigkeiten waren ziemlich limitiert. Ich versuchte mich an Artefakten, bei denen ich überzeugt war, dass ich sie nachbauen könnte. Es gibt ein paar Mods, die nie veröffentlicht wurden, weil ich die Qualität des Endergebnisses einfach nicht mochte.

Du lieferst aber auch eine Menge neuer Gegenstände, vor allem in deinen „Heavy Armory“- und „Royal Armory“-Mods. Was hat dich inspiriert?

Hier habe ich mich hauptsächlich von früheren TES-Titeln inspirieren lassen. Besonders Morrowind verfügt über eine große Vielfalt an Waffen wie Speere, Keulen und Kurzschwerter, und die wollte ich auch nach Skyrim bringen.

Als ich mit der Arbeit an „Heavy Armory“ anfing, sammelte ich gerade jede Menge Herr der Ringe-Miniaturen von Games Workshop. Ich hatte eine ziemlich große Sammlung, es war also ganz unvermeidbar, dass sich in meiner Armee viele identische Miniaturen befanden. Und was ich dann gerne tat, war, durch das „Durcheinanderwürfeln“ meiner Miniaturen (sie zu zerstückeln und Arme, Köpfe und Beine auszutauschen) für mehr Vielfalt zu sorgen. Letztlich war es das, was ich bei den „Armory“-Mods gemacht habe: Ich habe bestehende Waffen zu was Neuem zusammengewürfelt.

Besonders bei der „Royal Armory“-Mod versuchte ich, keine gewöhnlichen Waffen zu verwenden, sondern nahm stattdessen Teile von Artefaktwaffen und seltenen Gegenständen. Meine Idee dahinter war, dass diese Objekte den meisten Spielern nicht so geläufig wären (jedenfalls weniger geläufig als ein Stahlschwert) und die Spieler daher nicht (sofort) erkennen könnten, welche existierenden Objekte ich da zusammengebastelt habe.

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Welche Software nutzt du?

Am Anfang habe ich nur 3DS Max und Photoshop benutzt. Ein paar Jahre später fing ich an, Maya zu lernen, und das ist seither mein verlässliches Allround-Tool, auch wenn ich vor Kurzem Blender für mich entdeckt habe. Und ich verwende jetzt Quixel Mixer für die Texturen.

Was magst du am Modden am liebsten?

Ich mag es, dass man durch ein einzelnes Objekt eine Story erzählen kann. Viele meiner Artefakt-Mods sind nur kleine Schnitzeljagd-Quests, die über Notizen eine Geschichte erzählen. So wird die einfache Jagd nach einem Gegenstand ein bisschen aufregender.

Ich glaube, in „Royal Armory“ hatte ich gar keine Notizen, aber ich habe versucht, die Designs selbst die Geschichte erzählen zu lassen. Ich fügte sogar ein kleines Buch hinzu, in dem ich auf den Hintergrund jedes Gegenstands eingehe – das ist aber nur über die Konsole verfügbar.

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Gibt es irgendwelche neuen Projekte oder Updates, an denen du gerade arbeitest?

Nicht aktiv. Gelinde gesagt war 2020 kein besonders inspirierendes Jahr. Ich habe ein paar Pläne für 2021, aber da hängt alles davon ab, wann ich die Zeit finde, mich darum zu kümmern.

Ich werde regelmäßig gefragt, meine älteren Mods doch auf die Special Edition zu portieren – das würde ich wirklich gerne bald mal in Angriff nehmen. Der Hauptgrund, warum ich das noch nicht gemacht habe, ist, dass ich generell unzufrieden mit vielen meiner alten Grafiken bin. Ich finde, ich kann sie nicht einfach so ohne große Überarbeitung portieren. Ich werde wohl all diese Mods zu einem einzelnen Paket schnüren und das dann als einzelne Mod veröffentlichen.

Ich habe auch ein paar Pläne abseits des Moddings, darunter ein spaßiges 3D-Kunstprojekt, das ich gerne realisieren würde. Aber das befindet sich noch in einer sehr frühen Phase, weshalb ich mir nicht sicher bin, ob es noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken wird.

Gibt es Mods, die du empfehlen kannst?

Alles von ThirteenOranges (Bethesda.net, Steam). Er hat eine faszinierende Art, wunderschöne und interessante Schauplätze zu erschaffen. Seine Mods machen einen sehr professionellen Eindruck, erzählen fesselnde Geschichten und haben eine großartige Sprachausgabe. Meine Arbeit an seinen „Pit Fighter“-Mods hat mir einen gewaltigen Schub für die Entwicklung von „Royal Armory“ gegeben – ich habe sogar eine der Waffen aus „Pit Fighter“ verwendet.

Soweit ich weiß, ist er kein aktiver Modder mehr, und die meisten seiner Sachen wurden in den Anfangstagen von Skyrim veröffentlicht. Aber ich finde, dass seine Mods auch nach all den Jahren noch mithalten können. Ich habe ein paar seiner Mods auf die Special Edition portiert und hoffe, dass ich in diesem Jahr noch ein paar mehr portiert bekomme.

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