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25. September 2020

Modder des Monats: Neeher

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In unserem neuesten Modder-Interview spricht der vielseitig talentierte Neeher über geplante Projekte und die wichtige Rolle der Modding-Community.

Neeher hat schon jede Menge Mods veröffentlicht, und diesen Monat gehören seine Juger Pistols zu den von uns präsentierten Highlights – sie machen nämlich irre viel Spaß und es sieht toll aus, wenn man in jeder Hand eine davon hält. Außerdem rücken wir erneut ein paar seiner anderen Mods ins Rampenlicht, einschließlich dem umfangreichen Abenteuer Xander's Aid und der RadiGhoul-Challenge.

Wir haben diesen Monat mit ihm übers Modden gesprochen, und er lieferte uns ein paar großartige Einblicke in das Modding-Erlebnis – und zwar von Anfang bis Ende.

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Viele deiner Mods drehen sich um brandneue Abenteuer – wie gehst du deren Design an?

Ich denke, einer der wichtigsten Schritte bei der Erstellung einer Quest oder Abenteuer-Mod ist, im Vorfeld festzulegen, wie viel Zeit man darauf verwenden will. Das Ganze dauert zwar immer länger als erwartet, aber so bekommt man immerhin eine gute Vorstellung davon, wie ambitioniert eine Idee ist. Und das ist elementar, denn die größte Gefahr für das Projekt ist ein Mangel an Motivation, ausgelöst durch einen Burnout oder weil die Sache einen irgendwann nicht mehr kümmert. Mir ist das bei einem meiner Projekte so gegangen, auf das ich ein Jahr verwandt habe, Settlement Story 4. Zum Schluss mochte ich meine Story nicht mehr und beschloss, dass nichts mehr zu retten ist, weshalb ich einfach einen Schlussstrich zog.

Du hast auch einige neue Waffen entwickelt. Was sind deine Prioritäten für die Arbeit an ihnen und ihre Implementierung ins Spiel?

Um was ich mich beim Entwickeln einer Waffen-Mod am meisten kümmere, ist, dass sie in die Geschichte der Welt passt. Ich entwerfe keine Waffen, die in der echten Welt existieren. Fallout-Waffen besitzen Ähnlichkeit mit Echtwelt-Waffen, aber nie in allen Aspekten, und oft gibt es überhaupt keine Verbindung. Ich habe diverse Waffen für Fallout 4 gemacht, rund zehn davon sind unveröffentlicht, und sie alle entstammen entweder komplett meiner Fantasie oder basieren nur locker auf Waffen aus der echten Welt. Kelly Macabra beispielsweise, die orientiert sich an einer AUG A3.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass alles handgemacht ist – die Modelle, Texturen und sogar Animationen. Dadurch fühlt sich eine Waffe sehr einzigartig an.

Schließlich wäre da noch die Art, wie man sie sich aneignet. Zum Beispiel bei den Juger-Pistols- oder Select-Assault-Rifle-Mods, die ich gemacht habe. Da gibt es einzigartige Animationen, die abgespielt werden, wenn du sie zum ersten Mal findest. Du gehst an irgendeinen Ort und nimmst sie dann tatsächlich vom Tisch, statt einfach nur eine Taste zu drücken und sie in deinem Inventar erscheinen zu lassen. Es macht immer Spaß, diese Animationen zu machen, und sie sind denkwürdig und aufregend für den Spieler.

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Du hast eine breite Palette an Fähigkeiten. Was magst du am Modden am liebsten?

Ich kann mich wirklich um jeden einzelnen Aspekt des Moddens selbst kümmern, aber am besten daran gefällt mir, wenn die Mod endlich fertig ist und ich sie für jedermann zum Download bereitstellen kann. Dann erfahre ich, was die Leute drüber denken, und ich kann YouTubern wie Juicehead, Kottabos, DiscoGnome und anderen dabei zusehen, wie sie mit etwas spielen, das ich gemacht habe.

Das wurde mir neulich ziemlich klar, als ich meinen Hund, den ich 14 Jahre lang hatte, einschläfern lassen musste. Ich schuf das Ebenbild meines Hundes, Pax der Pudel, in Fallout 4 und teilte es für PC und Xbox One. Die Community reagierte total darauf und ich fand es toll, Paxton mit jedermann zu teilen und zu erleben, wie die Leute die Geschichten ihrer besten Freunde mit mir und allen anderen teilten. Ich will mit der Geschichte jetzt niemanden deprimieren, sondern einfach nur sagen, dass das Beste am Modding für mich das Teilen mit der Community ist.

Zeichnen sich neue Projekte oder größere Updates am Horizont ab?

Immer. Ein großes Projekt, an dem ich schon lange Zeit arbeite, ist „A Kelly Story“. Das hat eine Menge Waffen und eine nette Welt zum Erkunden und all das, aber es ist noch weit davon entfernt, fertig zu werden! Um den oben erwähnten Burnout zu verhindern, mach ich immer mal wieder kleinere Projekte. Aktuell arbeite ich an einer Waffen-Mod, bei der Leute, die mir auf Facebook und YouTube folgen, über sämtliche Aspekte abgestimmt haben. Ich listete einen Haufen Features auf, aus denen man wählen konnte, und dann warf ich die Favoriten zusammen, um unsere neue Waffe zu erschaffen. In diesem Fall ist das eine schwere Waffe, und zwar eine Pump-Action-Schrotflinte. Die sollte ganz cool werden. Ich habe vor, in Zukunft mehr dieser Community-Mods zu machen, bei denen die Spieler wählen dürfen.

Welche Mods würdest du empfehlen?

Wenn ich Fallout 4 spiele, dann eigentlich mit nur wenig installierten Mods. In meiner Ladereihenfolge habe ich allerdings ein paar Must-Haves, von denen ich denke, dass viele Leute mit ihnen Spaß haben könnten. Das sind natürlich nicht meine eigenen Mods.

Unlimited Companion Framework von Expired6978 (Bethesda.net, Nexus). Ich laufe gerne gleichzeitig mit Pax und Piper oder Nick herum.

Journey von Maduin81 (Bethesda.net, Nexus). Ich spiele auf Überleben, will aber trotzdem schnellreisen. Diese Mod beschränkt die Schnellreise auf eigene Siedlungen und hat noch ein paar andere Einstellungen.

Survival Quick-Save von Gopher (Bethesda.net, Nexus). Manchmal muss man einfach speichern können!

Player Head Tracking von Gargorias (Nexus). Das ist meine Lieblings-Mod, die beste, wenn man in Verfolgerperspektive spielt. Sie ermöglicht, dass der Kopf des Spielers frei auf Leute blickt statt geradeaus zu schauen. Sehr simpel, aber ich liebe es.

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