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The Elder Scrolls: Legends

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01. Juni 2018

Interview mit Emikaela, Elite Circuit Grand Champion!

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Die erste Saison des TESL Champion Series Elite Circuit ist beendet!

Im Grand Final standen Dust, Emikaela und Traitor-Joe (die drei Championship-Gewinner) und Petamax, der diese Saison die meisten Punkte gemacht hatte.

Doch am Ende konnte nur einer den Titel holen und den Grand Prize von 2500 $ einfahren ... und das war in diesem Fall Emikaela! Nach ihrem Championship #2-Sieg konnte sie ihren Spielvorteil im Grand Final mit einem fehlerfreien Durchlauf erneut beweisen.

Nach einer solchen Leistung haben wir uns gefreut, ihre Reaktion auf den Sieg im bisher prestigeträchtigsten Legends-Turnier in unserem Interview einzufangen.

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Sieg im Grand Final, und das ohne eine einzige Niederlage! Im letzten Interview hast du uns erzählt, dass die Qualifizierung für die Championship #2 (welche du gewonnen hast) dein erstes Legends-Turnier war. Alle anderen Wettkämpfer hatten viel mehr Erfahrung auf diesem Gebiet. Hattest du das Gefühl, dich im Grand Final beweisen zu müssen? Warst du nervös?

Danke! Ich glaube, es war sogar ein Vorteil, dass ich noch ziemlich unbekannt war. Ich hatte eine grobe Idee davon, wie die anderen vorgehen, während mein Spielstil und meine Vorlieben für sie schwer vorhersehbar waren.

Ich hab mich im Turnier aber nie als Außenseiter oder unterlegen gefühlt und es war mir auch egal, falls das jemand von mir gedacht hat. Klar wäre ich enttäuscht gewesen, hätte ich nicht mithalten können, aber ich war gut vorbereitet und habe so gut gespielt, wie es mir eben möglich war – und im Endeffekt ist das auch alles, was man tun kann.

Du hast uns erzählt, dass Kantor von Akatosh deine Lieblingskarte ist, du sie aber noch nie vorteilhaft einsetzen konntest ... na, das scheint im Grand Final ja endlich geklappt zu haben. Wie bist du auf dieses Kantor-Tribunal-Deck gekommen?

Meine Teamkollegen jele77 und ReiReiBarker haben mit verschiedenen Ideen zum Tribunal gespielt, eine davon beinhaltete eine Marke + Verrat und ich kam auf die verrückte Idee, dort den Kantor einzusetzen. Also nahm ich mir aus ihren Decks, was mir gefiel und kombinierte es mit dem Kantor. Und natürlich Kamelen.

Zuerst hab ich erwartet, höchstens ein paar Runden damit zu spielen, bevor ich die Karten verliere und mich einer neuen, ernsthafteren Idee widme. Aber so kam es nicht; wie sich herausstellte, war es viel stärker als es aussah und nach ein, zwei Tagen des Trainings hatte ich ein feststehendes Deck. Ich hoffe, dass diese Geschichte andere inspiriert, mal etwas auszuprobieren – don't let your memes be dreams.

Welche Decks hast du von deinen Kontrahenten erwartet? Und lagst du mit deinen Vorhersagen richtig?

Wir lagen schon ganz richtig. Ich war allerdings überrascht, dass mein Telvanni-Deck (das kein haustypisches war) das einzige im Turnier blieb und ich hatte es weder mit noch gegen einen Midrange-Mönch oder einen Red-Glaubenskrieger getestet. Aber beides kam nicht überraschend. Ich finde allerdings bemerkenswert, das keine Hlaalu-Karten verwendet wurden.

Wie hast du deine Decks für das Event zusammengestellt?

Der Kundschafter stand schon recht früh fest, da ich das Deck sowohl gut kenne, es aber auch eine derzeit sehr beliebte Wahl für hochrangige Spieler ist. Es schlägt sich auf dem Feld sehr gut und ist vor allem gegen Kontroll-Decks effektiv. Danach suchte ich nach etwas eher Defensivem gegen Aggro-Decks (das wurde dann mein Tribunal-Deck) und etwas Aggressivem, mit dem ich selbst Kombos spielen und die Kontrolle übernehmen konnte (dafür das Telvanni-Deck). Ich denke, dass Turniere wie dieses sehr extreme Decks fördern, da man für alles das perfekte Gegenmittel dabei haben möchte. Deshalb habe ich erst recht harte Entscheidungen getroffen.

Wenn du deine Decks noch einmal neu zusammenstellen könntest, würdest du dann trotz deines Sieges etwas verändern?

Nichts Großes. Obwohl das Midrange-Telvanni-Deck nicht wirklich zeigen konnte, was es drauf hat, bin ich mit meiner Wahl trotzdem zufrieden. Aber das würde ich noch am ehesten auswechseln, wenn ich etwas verändern müsste. Mit diesem Deck habe ich mich auch am wenigsten beschäftigt und ich denke, dass dieser Archetyp noch viel Potenzial für Entdeckungen bietet.

Was war die forderndste Partie des Tages?

Da denke ich sofort an die erste Runde gegen Petamax. Ich mit dem Kantor-Tribunal gegen seine Abscheulichkeit. Ich wusste, ich war im Nachteil. Aber weniger, als man meinen könnte – mein Plan war es (falls er nicht In der Zeit verloren spielen würde, wovon ich ausging), so lange zu verzögern, bis ich in der Endphase des Spiels auftrumpfen konnte.

Mein persönliches Highlight war, als ich im fünften Zug einen Entfernungszauberspruch Kosten 5 auf eine 1/1 Hauptspiel-Kreatur angewendet habe, um das Tempo zu erhöhen. Sicherlich kein intuitiver Schachzug und auch keiner den ich empfehlen würde, aber in der Situation hat es funktioniert.

Möchtest du irgendjemanden grüßen? Auf Twitch und den Sozialen Netzwerken haben dich viele angefeuert – möchtest du ihnen etwas sagen?

An mein fantastisches Team, The Listeners: Ohne euch hätte ich das nie geschafft.

Es war ein tolles Gefühl, die Leute jubeln zu sehen. Manche davon unterstützen mich von Anfang an, andere sind im Laufe des Turniers dazugekommen. Danke!

Manch einer war vielleicht überrascht, als er meine Stimme im Interview nach dem Wettkampf zum ersten Mal gehört hat, da es meines Wissens nach vorher in der Community nie Thema war, dass ich eine Trans-Frau bin. Aber so ist es, ich liebe euch alle!

Ich wurde oft gefragt, ob ich streame oder bald damit anfange. Ja, passiert bald. :)

Noch einmal herzlichen Glückwunsch! Hoffentlich sehen wir dich in zukünftigen Legends-Turnieren noch öfter!

Danke! Ich weiß zwar nicht, wann dieses Interview erscheint, aber ich werde diesen Donnerstag im Go4TESL Monthly Final antreten, da kann man mich also finden.

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Christian Van Hoose

Community Manager