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The Evil Within 2

The Evil Within 2
30. Oktober 2017

So zocken wir Horrorspiele

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The Evil Within 2

The Evil Within 2 wurde am Freitag, den 13.

Oktober veröffentlicht, genau rechtzeitig für jede Halloween-Pflichtspielliste. Das führt uns natürlich zu der bangen Frage, wie ihr Horrorspiele eigentlich zockt. Benötigt ihr völlige Finsternis, Vorhänge vor jedem Fenster zugezogen, bis zum Maximum reduzierte Gamma-Helligkeit und dazu gute Kopfhörer fürs perfekte Sound-Erlebnis? Oder macht ihr in jedem Zimmer das Licht an und holt einen lieben Mitmenschen (oder ein getreues Haustier) zum Händchenhalten dazu? Egal, welches Ambiente ihr bevorzugt, das Endresultat sollte immer das gleiche sein: verschwitzte Handflächen, rasender Puls und eine gewisse Unruhe im Hinterkopf, die euch stetig daran erinnert, dass ihr nicht sicher seid.

Und wie wagen sich Top-Spieleentwickler an das Genre? Warum tun sie sich die wunderbar schreckliche Qual überhaupt an? Diese Fragen haben wir neben John Johanas von Tango Gameworks auch anderen Entwicklern aus verschiedenen Bethesda-Studios gestellt. Macht euch bereit für die Horror-Storys der Entwickler-Promis.

JOHN JOHANAS – GAME DIRECTOR, THE EVIL WITHIN 2

Wenn ich mich hinsetze, um ein Horrorspiel zu zocken, dann muss es Nacht sein. Ich mache in meiner Wohnung das Licht aus und drehe den Sound voll auf. Wenn ein Horrorspiel herauskommt, auf das ich schon sehnsüchtig gewartet habe, dann möchte ich auf keinen Fall dabei gestört werden. Ich weigere mich, irgendwelche Leute dabei zu haben, die "nur zugucken" wollen. Wenn ich im Horrorspiel-Modus bin, kann ich sehr egoistisch sein.

Was ich an Horror liebe? Ich sehe das aus zwei verschiedenen Perspektiven – aus der des Game Directors von The Evil Within 2 und aus der des Spielers. Als Entwickler liebe ich die Tatsache, dass es ein Genre gibt, in dem ich diese Art von Spielen kreieren kann! Und für mich als Gamer ist es eines der wenigen Genres, bei denen ich eine richtige emotionale Bindung zum Spiel bekomme. Nicht unbedingt der Story halber, sondern weil man so in die ganz besondere Atmosphäre dieses Genres versunken ist, dass einem das Herz rast und die Handflächen feucht werden.

Ich bin natürlich voreingenommen, weil ich an dem Spiel gearbeitet habe, aber die Szenen im Rathaus von The Evil Within 2 repräsentieren im Grunde all das, was ich an Horror liebe. Dieser langsame Aufbau des Grauens ... Als dieser Schauplatz das erste Mal mit Sound und allem zusammenkam, wussten wir einfach, dass es ein schaurig schönes Erlebnis werden würde.

JERK GUSTAFSSON – EXECUTIVE PRODUCER, WOLFENSTEIN II: THE NEW COLOSSUS

Ich zocke Horrorspiele so, wie ich mir Horrorfilme angucke: gemütlich zu Hause. Und wenn's zu unbehaglich wird, mache ich eine Pause und schaue mir einige Minuten lang irgendeine Sitcom an, bevor ich weitermache. Wenn ich dann bettreif bin, gucke ich noch ein wenig Fernsehen, meist ein paar Episoden einer entspannenden Serie, bis ich schließlich einschlafen kann.

Mein Verhältnis zum Horror ist kompliziert. Ich mag das Genre und seine Spannung, aber ich brauche eine gute Balance mit "sicheren" Momenten. Und selbstverständlich bevorzuge ich es, wenn die "sicheren" Momente lange sind und die "unsicheren" Momente kurz ausfallen. Das ist wohl die Sache, die ich bei The Evil Within 2 am meisten schätze: Obwohl du nie wirklich sicher bist, kannst du die offene Welt ausnutzen, um bei Bedarf auch mal tief durchzuatmen. Dadurch wirken die richtig spannenden Momente sogar noch nervenaufreibender.

Zu Beginn von The Evil Within 2 gibt es diese Szene, in der man sich umdreht und all diese unter weißen Laken verdeckten Körper von der Decke hängen sieht. Je weniger ich auf etwas Erschreckendes vorbereitet bin, desto besser die Wirkung. Und auf diese Körper war ich null vorbereitet.

HARVEY SMITH – CREATIVE DIRECTOR, DISHONORED-SERIE

Ich zocke Horrorspiele in einem dunklen Raum mit Kopfhörern. Das funktioniert allerdings zu gut bei mir. Ich halte es kaum aus und bin noch tagelang ganz kirre. Danach kann ich in manchen Nächten nicht schlafen. Während des Films ES kreischte ich bei einer Szene so laut, dass die Frau neben mir ihr Getränk verschüttete. Wegen der Seile in Fatal Frame hatte ich Angst, den Flur zu betreten.

Horrorspiele machen mich fertig. Das Gefühl der Schutzlosigkeit ist zu viel; das schleichende Grauen und die Body-Horror-Perversionen nagen einfach an meinem Wohlbefinden. Die "Suspension of Disbelief" ist bei mir sehr stark ausgeprägt, dadurch wirken Fantasiewelten jeder Art sehr heftig auf mich – aber Horror gibt mit den Rest.

SUSAN KATH – LEAD PRODUCER, PREY

Ich würde liebend gerne sagen, dass ich hardcore genug bin, um Horrorspiele mit Kopfhörern in völliger Dunkelheit zu zocken. Das habe ich aber Ende 1999 aufgegeben, als ich eine Tischlampe zerbrach, weil ich eines Nachts vor Furcht so herumfuchtelte (Danke dafür, System Shock 2. Ihr Witzbolde schuldet mir noch eine Lampe). Heutzutage lasse ich meiner eigenen Sicherheit und der anderer zuliebe die Lichter an.

Ich habe noch lebhafte Erinnerungen daran, wie ich vor Jahren Fatal Frame 2 in meinem Wohnzimmer gespielt habe. Es war 10 Uhr an einem schönen Samstagmorgen, helles Sonnenlicht schien durch die Fenster. Ich spielte für etwa 20 Minuten, bevor ich meinen Controller hinlegte, ganz ruhig aufstand, durch den Flur ging und meinen Mitbewohner aufweckte: "DU MUSST AUFSTEHEN, WEIL ICH MICH ZU TODE FÜRCHTE UND JETZT EINEN LEBENDEN MENSCHEN AN MEINER SEITE BRAUCHE! DANKE!"

RICH LAMBERT – CREATIVE DIRECTOR, THE ELDER SCROLLS ONLINE

Wenn ich Horrorspiele zocke, muss meine Frau im Zimmer, das Licht eingeschaltet und der Sound weit runter gedreht sein. Ich werde beim Spielen so aufgewühlt, dass ich nur hoffen kann, später keine Albträume zu haben. Das soll aber nicht heißen, dass ich das Genre nicht zu schätzen weiß. Ich mag es wirklich, es ist äußerst kreativ. Die Storys sind immer so unterschiedlich und werden auf eine Weise erzählt, die einen so unvorbereitet treffen kann.

Ich habe The Evil Within 2 noch nicht durchgespielt, aber ich hatte vor einiger Zeit die Gelegenheit, es auszuprobieren. Ich werde niemals vergessen, wie ich die Bekanntschaft von Stefano machte. Das ist ein wirklich cooles Konzept für einen Charakter und eine gruselige Umgebung.

TIM WILLITS – STUDIO DIRECTOR, ID SOFTWARE

Horrorspiele zocke ich immer nachts in einem dunklen Raum. Ich will so richtig eintauchen. Keine Kopfhörer, bei mir wird der Surround-Sound aufgedreht. Und ich spiele sie immer alleine; ich kann es nicht ab, wenn mir dabei jemand zusieht oder mit mir redet. Ein tolles Horrorspiel, das im richtigen Rahmen gezockt wird, kann mir echt Angst einjagen. Horrorspiele sollten die Uhrzeit des Systems abfragen und dich nicht spielen lassen, wenn es draußen noch hell ist!

Bei Horrorspielen versuche ich mich so richtig in das Erlebnis zu versetzen. Sobald ich geistig und gefühlsmäßig voll drin bin, sind all die Schockmomente und das panische Wegrennen vor Bösewichten so viel intensiver.

The Evil Within 2 ist jetzt für PlayStation 4, Xbox One und PC erhältlich. Bei der Fortsetzung zu Shinji Mikamis Survival Horror-Hit von 2014 geht ihr erneut in die Hölle und nehmt es an gruseligen Schauplätzen mit verstörenden Kreaturen auf. Um eure Tochter zu retten, müsst ihr euch euren schlimmsten Albträumen stellen.

Weitere Infos zu The Evil Within 2 findet ihr in diesen Artikeln:
Alles, was ihr über The Evil Within 2 wissen müsst
So überlebt ihr The Evil Within 2
The Evil Within 2 – Einzelheiten zur Veröffentlichung
The Evil Within 2 – Schwierigkeitsgrade und Neues Spiel+
The Evil Within 2 – Passt euer Spielerlebnis an

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Anne Lewis

Sr. Global Content Lead