
Quake Champions
Friede, Freude, Raketenwerfer – Das QuakeCon-Erlebnis
Quake Champions
Die brütende Hitze, von der Dallas zuverlässig im Sommer heimgesucht wird, wäre ja schon Grund genug, um klimatisierte Wohlfühloasen wie das Hilton Anatole aufzusuchen.
Diese Hotelanlage hat obendrein den unschätzbaren Vorteil, Austragungsort der QuakeCon 2016 zu sein. Was 1996 als lockeres Fan-Treffen begann, ist sich inzwischen die größte LAN-Party in ganz Nordamerika.
QuakeCon ist nicht nur für Fans, sondern auch von Fans. Jedes Jahr treffen sich passionierte Freiwillige, um bei der Veranstaltung zu helfen. Sie verlegen Kabel im BYOC-Bereich, bereiten den Standaufbau vor, organisieren die Ausstellung und machen noch vieles mehr. Ohne diese Fans wäre die ganze Show nicht möglich, weshalb Bethesda sie für eine Dokumentation interviewt hat. Hier stehen die hingebungsvollen Helfer im Mittelpunkt, die jedes Jahr dafür sorgen, dass QuakeCon zu einem tollen Erlebnis für alle Besucher wird.
Im Laufe der Jahre habe ich so manche Messe besucht, die E3, die San Diego Comic Con und verschiedene PAX-Shows. Aber keine fühlt sich auch nur ansatzweise so wie QuakeCon an. Jede einzelne Person, die ich hier getroffen habe, war total freundlich und einfach nur verdammt glücklich darüber, dabei zu sein. Ich kann mich echt an keine andere Spielemesse erinnern, bei der ich mich so willkommen fühlte.
Auf dem Messegelände tobte das Leben, die Besucher machten fleißig bei Wettbewerben mit und probierten neue Spiele aus. Für die VR-Vorführung gab es besonders lange Schlangen. Den Reaktionen der Fans nach zu schließen hatte sich das Anstellen gelohnt: Immer wieder hörte ich laut herausgesprudelte Sätze wie „Ich konnte Dogmeat streicheln!“ oder „Ich hatte echt das Gefühl, dass das Arachnohirn direkt über mir war!“
Auch The Elder Scrolls: Legends (das jeder jetzt kostenlos spielen kann) und DOOM sorgten ständig für dichte Menschentrauben. Wer mit den Spielen schon vertraut war, führe seine Künste vor der Menge vor. Für andere Besucher war es eine willkommene Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren.
Von Vorträgen über Ausstellungen bis hin zu Aufführungen wie dem Master Pancake Theater gab immer etwas zu tun. Ich verbrachte auch einige Zeit am Stand von Dallas Pets Alive. Das ist eine der wohltätigen Organisationen, mit denen Bethesda für die QuakeCon zusammenarbeitete. Da ließ ich mir die Gelegenheit nicht entgehen, mit den zur Adoption freigegebenen Hunden zu spielen. Und dann ist da noch das Nachtleben der QuakeCon: Der BYOC-Bereich ist rund um die Uhr geöffnet und etwa von Mitternacht bis 4 Uhr früh fühlt er sich wie eine Riesenparty an. Hier bekommt man durch den ständigen Schwall an Geplauder, Geplänkel und Insider-Witzen ein Gefühl für die Geschichte der Veranstaltung. Einige Leute besuchen QuakeCon seit seinen Anfängen, und für viele ist es ein Jahrzehnt her, seit sie zum ersten Mal dabei waren.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag schaute ich gegen 2 Uhr früh im BYOC-Bereich vorbei. Einige Leute hatten ihre Computer schon abgebaut, aber ich konnte immer noch hunderte von Monitore leuchten sehen. Alle paar Reihen hielt ich an, um mir einen besonders eindrucksvollen Rechner näher anzusehen. Dabei kam man leicht mit den stolzen Besitzern ins Gespräch: Wie hast du deinen PC zusammengebaut, seit wann kommst du hierher, was waren bisher deine besten Momente? Jeder freute sich, einem QuakeCon-Neuling wie mir ein paar Insider-Geschichten zu erzählen.
„Du musst Captain Bawlz probieren.“
„Ich hab beim ‚Schmutzigstes Keyboard‘-Wettbewerb mitgemacht. Sollte mich wohl freuen, dass meine Tastatur nicht gewonnen hat.“
„Warte nur, bis du Oben-ohne-Quake siehst.“
Es war eine Ehre, ein Wochenende inmitten dieser Schar von enthusiastischen Spielern verbringen zu dürfen und ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Man sieht sich auf QuakeCon 2017. Bis dahin: Peace, love and rockets!
Eine Übersicht aller Enthüllungen der diesjährigen QuakeCon findet ihr hier: QuakeCon 2016 – News & Updates