
The Elder Scrolls V: Skyrim
Creator des Monats: RoastGorilla439
The Elder Scrolls V: Skyrim
Es gibt jedes Jahr Spieler:innen-Nachwuchs bei Skyrim.
Und so wie bei den langjährigen Veteran:innen gibt es unter den Neulingen Leute, die sich irgendwann fürs Modding interessieren. Das war auch bei unserem aktuellen Creator des Monats RoastGorilla439 (Bethesda.net, Nexus der Fall. Er spielt Skyrim seit 2017 und hat sich ein paar Jahre später „eingemodded“. Er hat sich das Handwerkszeug schnell draufgeschafft und am Projekt „Beyond Skyrim: Cyrodiil“ mitgewirkt. Schließlich hat er ein eigenes, umfangreiches Location-Mod-Projekt realisiert: Siege at Icemoth (Xbox,Nexus).
Im Interview erzählt RoastGorilla, wie es ihn zum Modding verschlagen hat, wie er neue Schauplätze erschafft, die gut und gern auch Teil des Grundspiels sein könnten, und wie aufregend es ist, Elemente aus dem Elder-Scrolls-Universum einzubauen. Er gibt auch all denen Ratschläge, die Skyrim modden wollen, so wie er es vor wenigen Jahren getan hat. Seine Erfahrungen und seine einzigartige Perspektive sind toller Lesestoff für alle, die in die Welt der Community-Creations eintauchen möchten.
Kannst du uns ein bisschen zu deinem Hintergrund als Spieler und Creator erzählen?
Ich habe 2017 angefangen, Skyrim zu spielen, ein Freund hatte es mir empfohlen. Anfangs fand ich, das Spiel hat eine leicht deprimierende Atmosphäre, aber mit der Zeit hat es mir richtig Spaß gemacht. Außerdem war die Entdeckung der Alchemistenhütte im Fürstentum Rift eines der kleinen Details, für die ich das Spiel wirklich mag!
Was das Modden angeht, da war mein Einstieg etwas merkwürdig: Da ich von Skyrim inspiriert war, versuchte ich zunächst, ein altes Nord-Verlies mit Lego zu bauen. Mir wurde schnell klar, dass ich das gewünschte Erlebnis nur mit einer eigenen Mod erreichen konnte. Also begann ich Anfang 2020 mit meiner ersten Mod – ein paar Wochen vor dem Lockdown. Ich liebte das Verlies von Umbra, Heldenruh, und wollte sehen, ob ich etwas Ähnliches nachbauen konnte.
Damals baute ich gerade mein Design-Portfolio auf (3D-Modellierung, Grafik usw.), um am Beyond Skyrim-Projekt teilzunehmen. Ich dachte, dass die Erstellung eines Mods mir helfen würde, die erlernten Fähigkeiten zu verfeinern. Also habe ich mich mit dem Creation Kit befasst, um ein eigenes Verlies zu erstellen. Übrigens zählt Umbra immer noch zu meinen Lieblingen!

Siege at Icemoth liefert ein paar ziemlich beindruckende Schauplätze ab. Welche Ziele hast du beim Erschaffen der Inseln verfolgt?
Einer der Hauptbeweggründe für dieses Projekt war, dass ich die Umgebung von Skyrim zu vermissen begann, vor allem die Düsternis. Zum Vergleich: Ich habe viel Zeit damit verbracht, an Beyond Skyrim: Cyrodiil zu arbeiten, das eine ungleich fröhlichere Atmosphäre versprüht.
Abgesehen davon, dass etwas Abgelegenes und Unwirtliches entstehen sollte, wollte ich, dass sich die Inseln wie offizielle Inhalte anfühlen. Ich habe immer wieder auf ähnliche Inhalte im Basisspiel und in den DLCs (Vanilla-Inhalte) zurückgegriffen, um die Balance zu halten. Das machen wir oft bei Beyond Skyrim, wo ich für das Leveldesign und die 3D-Grafik zuständig bin. Damit wollen wir das Gefühl eines offiziellen DLCs vermitteln.

Was waren die größten Herausforderungen, die dir beim Erschaffen mehrerer komplexer Schauplätze begegnet sind?
Die größte Herausforderung war wohl das Designen der Verliese. Die Architektur sollte interessant und einzigartig sein, nah am Vanilla-Vorbild. Um dem so nahe zu kommen, bis man zufrieden ist, sind einige Versuche nötig.
Für mich ist auch das Schreiben von Tagebüchern ziemlich schwierig. Ich muss erst einmal planen, was ich überhaupt schreiben will, und dann die Sprache mit dem Basisspiel in Einklang bringen. Aber wenn ich einmal angefangen habe, geht es meistens leichter von der Hand.

Diese Creation interagiert auch mit einigen Creation-Club-Inhalten und beinhaltet Elemente aus The Elder Scrolls: Blades. Fasziniert dich auch die Möglichkeit, beim Modden aus diversen Quellen der Elder-Scrolls-Reihe zu schöpfen?
Es macht immer Spaß, Elemente dieses Universums einzubauen – das passiert bei Beyond Skyrim ziemlich oft. Ein großer Moment für mich war die Entdeckung von inhaltsbasierten Skripten (zunächst bei der Erstellung von The Cause), die es mir ermöglichten, Inhalte aus anderen Plugins einzubinden, ohne diese zwingend zu benötigen. Das eröffnete eine Menge neuer Möglichkeiten, wie z. B. Skelette, die mit magischen Pfeilen für mehr Chaos sorgen.

Hast du Tipps für Leute, die beim Modden noch ganz am Anfang stehen?
Für den Beginn empfehle ich Bethesdas Verlies-Design-Tutorials. Die habe ich als sehr hilfreich empfunden, wenn es darum geht, sich mit den Grundlagen des Creation Kits vertraut zu machen.
Eine weitere nützliche Technik ist es, einen Teil eines Vanilla-Verlieses oder -Innenraums zu kopieren und ihn als Objektpalette für das eigene Interieur zu verwenden. So lerne ich die Techniken und Stile anderer Leute kennen und kann mein Spektrum erweitern. Es ist auch eine gute Möglichkeit, etwas Einzigartiges zu schaffen und gleichzeitig mit der Vanilla-Version konsistent zu bleiben.
Eine gute Lernressource ist auch der Discord-Server der Arcane University. Da tummeln sich viele erfahrene Modder, die gern mit Rat und Tat zur Seite stehen und Aufgaben verteilen!

Kannst du uns zum Abschluss ein paar deiner Lieblings-Mods und Mod-Autor:innen verraten?
TateTaylorOH (Bethesda.net,Nexus) liefert eine Menge guter Mods, und er hat mir bei einigen Updates von Siege at Icemoth unter die Arme gegriffen!
Kelretu (Bethesda.net, Nexus) hat auch viele nette Mods in petto. Und er hat auch ein Ressourcenpaket mit zahlreichen hochwertigen Objekten, die bei Beyond Skyrim und Siege at Icemoth zum Einsatz kommen!
Beyond Skyrim: Bruma (Nexus) – Das war die erste Mod, die ich gespielt habe, das dürften die meisten mittlerweile wissen. Sie hat mich dazu gebracht, bei Beyond Skyrim mitzumischen.
SR Exterior Cities von 1990strider (Nexus) – Das ist eine coole, aber unterbewertete Offene-Stadt-Mod, die mir sehr gefällt.
Thoom SE von Keysmash2b (Bethesda.net, Nexus) ist ebenfalls klasse. Da gibt es neue Schreie mit qualitativ hochwertigen Effekten, wenn man diese Vanilla-Typen abräumt.
