Dishonored2_Article_MayaHansen_1315x315.pngDishonored 2 Box Art - 1200 x 1476

Dishonored 2

Dishonored 2
29. November 2016

Modedesignerin Maya Hansen entwirft von Dishonored 2 inspirierte Outfits

Dishonored 2 Box Art - 1200 x 1476

Dishonored 2

Wir freuen uns, bekannt zu geben, dass Maya Hansen, die berühmte Modedesignerin hinter der Marke MAYA HANSEN, in Zusammenarbeit mit Arkane Studios zwei neue Outfits entworfen hat, die an die beiden Dishonored 2-Charaktere Emily Kaldwin und Delilah Copperspoon angelehnt sind. Wir haben mit Maya Hansen über diese zwei neuen Outfits, ihre Inspiration und die Zusammenarbeit mit Bethesda und Arkane gesprochen.

War das deine erste Zusammenarbeit für ein Videospiel? Wie hältst du aus künstlerischer Perspektive von dieser Branche?

Ja, es war unsere erste Zusammenarbeit mit einer Videospielfirma. Vorher hatten wir allerdings schon mit anderen Künstlern wie Musikern, Sängern, Malern usw. zu tun. Ich fand es besonders spannend, mit dem Design und den Ideen zu einem Charakter zu arbeiten, der ursprünglich für ein Videospiel erschaffen wurde. Als Modedesigner können wir dann aus unserer Perspektive etwas beitragen, das die Entwicklung der Geschichte unterstützt.

Wie gefällt dir die Welt von Dishonored 2? Was hat dich inspiriert?

Ich finde den gestalterischen Ansatz sehr interessant und inspirierend. Die Kombination aus viktorianischer Ästhetik und Steampunk diente uns als roter Faden. Ich habe diesen Stil auch häufig in meinen Kollektionen eingesetzt. Es hat mir großen Spaß gemacht, mit dieser Idee auf völlig neue Weise konfrontiert zu werden und sie anschließend in verschiedene, neuartige Richtungen weiterzuentwickeln – vielleicht auch in Bereiche, an die die Game Designer bis dahin nicht gedacht hatten.

Wie siehst du Emily? Welchen Aspekt ihres Charakters wolltest du mit deinem Design besonders hervorheben?

Emily ist ein sehr dynamischer Charakter, der sehr modern und mysteriös zugleich wirkt. Sie hat etwas Düsteres an sich und das wollten wir unterstreichen. Deshalb haben wir uns für Schwarz als Farbe ihrer Kleidung entschieden, und deshalb sollte sie technische Materialien wie Neopren und Netzstoff tragen, aber auch komfortable Stoffe, die Bewegungsfreiheit bieten und sich an ihren athletischen Körper anpassen. Sie trägt also vorwiegend Schwarz mit Ausnahme einiger goldener Muster, die ihr etwas Klassisches, Feines und Opulentes verleihen.

Wie siehst du Delilah? Was hat dich bei ihrem Outfit inspiriert? Welchen Teil ihrer Persönlichkeit wolltest du mit diesem Outfit betonen?

Für mich ist Delilah eine Frau, die innerlich viel zu verarbeiten hat und dadurch leidet und getrieben ist. Das ist wahrscheinlich der Grund für ihr theatralisches und dramatisches Erscheinungsbild. Sie will damit zum Ausdruck bringen, dass sie viel erlebt hat, und ihren Selbstwert hervorheben. Ich wollte ihre Figur betonen, daher haben wir uns für eine Korsage über ihrer Bluse entschieden. Damit greifen wir den viktorianischen Stil des Spiels auf und unterstreichen durch mehrere Kleidungsschichten die Komplexität des Charakters.

Was ist das Faszinierende daran, für diese beiden Charaktere Designs zu kreieren?

Es war faszinierend zu sehen, wie aufwändig die Designer des Spiels die beiden Figuren ausgestaltet haben. Ich fand es beeindruckend, welche Fülle an Informationen ich vorab bekommen habe. Als wir anfingen, den Stil festzulegen, konnten wir ziemlich schnell verschiedene Alternativen anbieten. So viel über die Charaktere zu wissen, war für den Designprozess sehr spannend, denn das verschafft uns eine Grundlage, anhand der wie entscheiden konnten, welchen Stoff, welche Farben und welche Formen sie tragen würden.

Wie war das für dich, Outfits für Charaktere zu entwerfen, die in einer Fantasiewelt leben, die in einer anderen Zeitepoche angesiedelt ist?

Dadurch haben wir mehr Freiheiten, denn obwohl wir mit unserem Design einer bestimmten Zeit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts gefolgt sind und zusätzlich verschiedene Steampunk- und Neogothic-Elemente eingebaut haben, konnten wir noch weitere Ideen einfließen lassen. Wir waren nicht so sehr daran gebunden, was zu dieser Zeit tatsächlich gemacht wurde – es ist schließlich eine Fantasiewelt. Und das gilt für sämtliche Details der Kleidung: Broschen, Revers, Stoffe und so weiter.

Kannst du dir vorstellen, dass Leute solche Kleidung tatsächlich tragen?

Ja, natürlich. Viele Elemente haben wir von ähnlichen Stücken aus vorherigen Kollektionen übernommen, um genau zu sein, ist es unsere Stärke, Kleidungsstücke zu gestalten, die nicht allzu konventionell sind.

Hast du einmal selbst erlebt, dass Leute solche Kleidung tatsächlich tragen?

Ja, habe ich, und sogar noch viel Extremeres. Man muss nur an den richtigen Orten danach Ausschau halten. Wer zu Pfingsten nach Leipzig fährt, kann dort das Wave-Gotik-Treffen besuchen. Wir fahren dort seit sechs Jahren hin und sind von der Kreativität der Leute begeistert. Man bekommt dort Tausende von Menschen in verschiedenartigsten Outfits zu sehen, die alle auf diesem düsteren viktorianischen Stil basieren. Es ist erstaunlich, wie viel Hingabe und Leidenschaft sie dafür aufbringen. Wir haben selbst viele solcher Outfits gestaltet.

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Nick Heller

International PR Manager