
DEATHLOOP
Déjà-vu im neuesten DEATHLOOP-Trailer
DEATHLOOP
Wie ist das, wenn sich jeder Moment wie ein Déjà-vu anfühlt?
Alles andere als angenehm, wenn ihr Colt fragt, den Protagonisten von DEATHLOOP. Denn er durchlebt denselben Tag immer und immer wieder. Aber um aus dieser misslichen Lage und von der Insel Blackreef zu entkommen, muss er erst den Loop brechen, der ihn dort gefangen hält. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, wenn eine Gruppe, die sich selbst als „Visionäre“ bezeichnet, den Loop um alles in der Welt schützen will und allen Leuten auf der Insel befiehlt, Colts Pläne mit allen Mitteln zu durchkreuzen.
Wenn man schon nicht drum herumkommt, dieselbe Szenerie und dieselben Leute immer wieder zu sehen, dann ist es doch nur angebracht, wenn diese zumindest richtig gut aussehen. Zum Glück sind Arkane für ihren besonderen und coolen Artstyle bekannt, der natürlich auch bei DEATHLOOP nicht fehlen darf. Dass der Protagonist im wahrsten Sinne des Wortes mörderisch gut aussehen darf, ist aber nichts Neues – die Bond-Filme haben es vorgemacht. Was einem bei diesen Filmen auch immer im Gedächtnis bleibt, sind die künstlerischen Opening-Credits. Da bietet es sich doch an, für DEATHLOOP einen Trailer in diesem Stil zu kreieren und ihn mit einem Song zu unterlegen, der eines Bond-Films würdig wäre. Und wenn es um Musik geht, ist Blackreefs eigener Radiomoderator und Visionär Plappermaul Frank Spicer nicht weit entfernt.
Die Inspiration
„Den Spielern einen neuen Ort zum Austoben und Entdecken zu bieten, ist zwar herausfordernd, aber auch unglaublich motivierend“, so Art Director Sébastien Mitton. Für Blackreef haben sich Mitton und sein Team bei Arkane von Büchern, Filmen, Musik und echten Schauplätzen inspirieren lassen. „Eine unserer Hauptinspirationsquellen waren dabei die Färöer mit ihrer rauen und geheimnisvollen Atmosphäre.“ (Schaut euch mal die Bilder bei Google an!). Weiterhin holte sich das Team Inspiration aus dem Film Das Ding aus einer anderen Welt (Carpenter, 1982). „Wir lieben einfach die kalte, beklemmende, abgeschottete Stimmung dieses Films“, erklärt Mitton. „Aber auf Blackreef ist nicht alles karg und düster – die Insel hat noch so viel mehr zu bieten: Wir haben noch etwas 60er-Jahre-Vibes, ein bisschen Technologie, eine Prise Wahnsinn und einen Haufen Spaß untergemischt.“
DEATHLOOP hat sich auch bei den klassischen Spionagefilmen der 1960er-Jahre bedient, darunter die James-Bond-Filme. Lustigerweise spielt der nächste Bond-Film Keine Zeit zu sterben (2021, Fukunaga) auf den Färöern. Hier haben Bond und DEATHLOOP wieder etwas gemein, auch wenn das Game in einer fiktiven Welt spielt und lediglich die geheimnisvolle Atmosphäre der Inseln übernommen hat.
Natürlich geht es bei der Schöpfung einer Spielwelt um mehr als nur eine Hommage. Hier und da wird ein wenig Popkultur und etwas aus unserer echten Welt reingesprenkelt, um etwas Neuem und Einzigartigem Leben einzuhauchen. „Die Bunker, verlassenen Labore und rostigen Bauten sind Zeichen des Einflusses der 1930er/40er-Jahre auf Blackreef“, so Mitton. „Hierfür haben wir uns verschiedene Orte angeschaut wie Prypjat in der Ukraine, die japanische Insel Hashima sowie Pyramiden, eine sowjetische Bergarbeitersiedlung auf dem norwegischen Archipel. Danach haben wir uns näher mit dem Kalten Krieg und der TV-Serie Lost (2004–2010) und im Speziellen mit der DHARMA-Initiative befasst. Dieses Geheimnisvolle war eine riesige Inspiration für unsere Künstler.“

Aus diesen architektonischen Vorlagen hat das Team die Grundzüge einer abgeschotteten Insel entwickelt, die von jahrzehntelangen Verschwörungen und geheimnisvollen Experimenten diverser Organisationen gezeichnet ist. Die derzeitigen Bewohner der Insel haben den alten und kalten Militärstrukturen jedoch ihren eigenen Stempel aufgedrückt. Die Ästhetik der Visionäre und ihrer Eternalisten geht mehr Richtung farbenfroher Pop-Art, auffälliger Kleidung und bunten Graffitis, was den düsteren Grau- und rostigen Rottönen der alten Zeit einen gewissen frivolen Ausdruck verleiht.
„Wir haben uns die Prêt-à-porter-Mode der 1940er- und 1950er-Jahre angeschaut, die in den 1960ern dann von Miss Dior, Courrèges Couture Future, Saint Laurent Rive Gauche und Givenchy Nouvelle Boutique beeinflusst wurde“, erklärt Mitton. „Es ist das Zeitalter der Freiheit, der Veränderung und der Möglichkeit, durch seine Kleidung hervorzustechen – egal, wer man ist. Das klingt doch nach einem guten Konzept für jemand, der ewig leben möchte, nicht wahr?“

Das berühmte britische Model Twiggy war dabei eine großartige Inspiration für die Bewohner von Blackreef, ein „Sinnbild der 60er“, wie Mitton sie beschreibt. „Ihr Pep, ihr Stil und ihre großen, geschminkten Augen – das alles hat uns davon überzeugt, dass die 60er die perfekte Wahl für ein sorgenfreies ewiges Leben in einer Zeitschleife sind.“
Sébastien Mittons DEATHLOOP-Watchlist
Wenn ihr wissen wollt, was noch so zum Look und der Stimmung von Blackreef beigetragen hat – Sébastien Mitton hat euch eine Liste an Filmen zusammengestellt. Hier ist seine Watchlist, mit der ihr euch für den Release von DEATHLOOP in Stimmung bringen könnt.
- Skyfall (2012 | Regie: Sam Mendes) – Grandioser Szenenaufbau und die schottischen Highlands.
- Point Blank (1967 | Regie: John Boorman) – Ein nüchterner Film über Rache.
- The Wicker Man (1973 | Regie: Robin Hardy) – Geheimnisvolle Geschehnisse auf einer schottischen Insel.
- Unter dem Vulkan (1984 | Regie: John Huston) – Eine gequälte Seele am Tag der Toten in Mexiko.
- Die Klapperschlange (1981 | Regie: John Carpenter) – Ein Antiheld auf der Flucht.
- Die Warriors (1979 | Regie: Walter Hill) – Jäger und Gejagte.
- Das Ding aus einer anderen Welt (1982 | Regie: John Carpenter) – Isolation, raues Klima, Überleben.
- Shape of Water – Das Flüstern des Wassers (2017 | Regie: Guillermo del Toro) – Die Ästhetik des Films, vor allem im Forschungslabor, war eine Inspiration für das Team bei der Gestaltung von Materialien, Formen und Beleuchtung.