data.images.event.26.ESOTU-BeyondBattle_HERO_1315x315.jpgThe Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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14. September 2015

Jenseits des Kampfes in The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited – Ein Leitfaden für Nichtkämpfer

The Elder Scrolls Online box art, featuring the Breton, Elven, and Nord heroes, standing on weathered steps on a grassy hill.

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Die meisten Spieler dürften in The Elder Scrolls Online: Tamriel Unlimited sehr viel Zeit mit Kämpfen verbringen.

Zwischen Verliesen, Ausflügen nach Kalthafen, anderen fiesen Orten und ganz besonders dem PvP-Bereich werden die Kills ins Unermessliche steigen.

Doch hin und wieder braucht man auch einfach mal eine Auszeit von der Rettung der Welt. Zum Glück bietet ESOTU jede Menge anderer Beschäftigungsmöglichkeiten, wenn ihr euch gerade einmal besonders friedlich fühlt.

HANDWERK

In diesem Spiel könnt ihr wirklich verdammt viel Zeug herstellen. Waffen und Rüstungen natürlich. Und Kleidung und Schilde. Und Essen und Tränke. Ihr könnt sogar Glyphen anfertigen, um eurer Ausrüstung magische Fähigkeiten zu verpassen.

Wahrscheinlich könntet ihr eure gesamte Spielzeit auch damit verbringen, irgendwelche Sachen herzustellen. Und selbst wenn es schwierig ist, es in einem Handwerk zum Meister zu bringen, ist der Anfang wirklich kinderleicht. Im Grunde genommen braucht ihr nur die Rohstoffe und eine passende Werkstätte; beides findet ihr in Städten und auf euren Abenteuerreisen. Es gibt einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Handwerksarten, aber vereinfacht gesagt: Sobald ihr erst einmal die Rohstoffe habt, könnt ihr eigentlich auch gleich loslegen.

Die drei Disziplinen zur Herstellung physikalischer Ausrüstung funktionieren alle in etwa nach demselben Prinzip. Mit der Schmiedekunst könnt ihr beispielsweise Nahkampfwaffen und schwere Rüstungen herstellen, durch das Schreinerhandwerk Schilde, Bögen und Stäbe und mit dem Schneiderhandwerk leichte und mittlere Rüstung anfertigen. In jeder dieser Disziplinen muss euer Charakter lediglich über die entsprechende Kenntnis und natürlich die passenden Rohstoffe verfügen. Interagiert ihr mit einer Werkstätte, wird euch eine große Auswahl an allgemeinen Gegenständen angeboten: Schwerter, Stiefel, Bögen und so weiter. Wenn ihr die nötige Stufe in diesem Handwerk sowie genug Material besitzt, könnt ihr alles herstellen, was euer Herz begehrt.

Und wie könnt ihr eure Handwerksfertigkeiten verbessern? Indem ihr einfach drauflosbaut... und zerlegt. Mit dem Anfertigen von Gegenständen gewinnt ihr auf dem Fertigkeitsbaum der jeweiligen Handwerkskategorie an Erfahrung. Ihr könnt aber auch Ausrüstung verwerten, um Erleuchtung (und Rohstoffe) zu erhalten. Gegenstände mit bestimmten Eigenschaften wie „robust“, „geschärft“ oder „passgenau“ können außerdem analysiert werden. Damit habt ihr dann die Möglichkeit, diese Eigenschaft auf zukünftig angefertigte Gegenstände zu übertragen. Die Analyse ist zeitaufwändig und zerstört den Gegenstand, aber sie ist definitiv die Mühe wert, wenn ihr es in eurem Handwerk zu etwas bringen wollt.

Das Versorgungssystem funktioniert etwas anders. Hier erhaltet ihr keine Liste von allem, was ihr anfertigen könnt, sondern müsst erst Rezepte sammeln, bevor ihr euch an die Zubereitung von Essen oder Trinken machen könnt. Ihr werdet schon ziemlich bald ein dickes Rezeptbuch voller Anleitungen für stärkende Fressalien beisammenhaben, die sich ganz einfach am Lagerfeuer zubereiten lassen. Ihr benötigt dazu nur die richtigen Zutaten, aber keine Sorge, ESOTU ist voll davon. Fässer sind beispielsweise immer eine zuverlässige Fundgrube, alternativ könnt ihr auch einfach anfangen, selbst zu ernten – oder zu fangen. In fast allen Gewässern gibt es einen Angelplatz, und solange ihr einen Köder besitzt (wenn ihr beispielsweise mal wieder einem kleinen Tier den Kragen umgedreht habt, ihr Bestien), könnt ihr dort ein paar Fische für eure Rezepte erbeuten (ganz zu schweigen von der einen oder anderen Trophäe zum Angeben).

In Alchemie müsst ihr wie beim Kochen erst das nötige Wissen erwerben, bevor ihr einen Trank brauen könnt. Ihr braucht hierfür allerdings kein Rezept, sondern könnt nach Lust und Laune herumexperimentieren – vorausgesetzt, ihr besitzt pflanzliche Rohstoffe und ein Lösungsmittel (z. B. Wasser) als Grundlage für euren Trank. Wie erlangt ihr nun also die nötigen Vorkenntnisse? Wenn ihr bereits andere Elder Scrolls-Spiele gespielt habt, wisst ihr vermutlich Bescheid: Findet interessante Pflanzen und esst sie auf. Im echten Leben würden wir euch dringend davon abraten, aber in ESOTU solltet ihr nichts zu befürchten haben. Meistens. Für gewöhnlich. Aber he, immerhin wisst ihr danach, was dieses Kraut so alles kann!

Zu guter Letzt wäre da noch das Verzaubern. Dabei erschafft ihr durch das Kombinieren von Runensteinen bestimmte Glyphen, die wiederum in Waffen, Rüstung oder Schmuck eingesetzt werden können. Runensteine verstecken sich in ganz Tamriel, sei es in putzigen kleinen, schreinartigen Konstrukten oder schweren Säcken. Wie in der Alchemie erfahrt ihr den Nutzen dieser Steine erst, nachdem ihr sie benutzt habt – nur dass ihr sie hier nicht essen müsst. Wäre ja auch eklig. Stattdessen kombiniert ihr an einem Verzauberungstisch drei verschiedene Steinarten zu einer Glyphe und lernt dabei deren Effekte für zukünftige Experimente.

ERKUNDUNG

Ihr findet, dass man beim Handwerk zu viel rumhockt? Dann seid ihr vielleicht mehr fürs Erkunden zu haben. In Tamriel gibt es unzählige Dinge zu entdecken, zu sehen und zu erleben, die sich nicht ums Kämpfen drehen. Beispielsweise ist es schon eine Belohnung für sich, die Welt selbst zu erforschen. Klar, es macht Spaß, einen fremden Ort zum ersten Mal zu betreten, aber davon ist hier gar nicht die Rede. Vielmehr erhaltet ihr mit jedem neu entdeckten Gebiet Erfahrungspunkte – Reisefieber zahlt sich also wirklich aus. (Ihr solltet nur die Stufe der Gegner im Auge behalten, um nicht aus Versehen in eine Horde Feinde zu stolpern, mit denen ihr es besser noch nicht aufnehmen solltet.)

Aber das Erkunden hat noch einiges mehr zu bieten. Beispielsweise die Chance, seltene Gegenstände zu finden. Zum einen die Himmelsscherben, die überall in der Welt verborgen sind. Für jeweils drei dieser Scherben erhaltet ihr einen Fertigkeitspunkt. Nicht übel, oder? In ganz Tamriel lassen sich außerdem verschlossene Truhen entdecken, die meist mit ziemlich coolem Zeug vollgestopft sind. Natürlich müsst ihr sie erst einmal aufkriegen, aber zum Glück geht Schlösserknacken in ESOTU intuitiver denn je von der Hand.

Ihr interessiert euch mehr für die akademische Herangehensweise? Es sollte euch nicht überraschen, dass es in Tamriel tonnenweise Bücher zu lesen gibt – genau genommen mehr als tausend. Bei einigen handelt es sich um Lehrbücher, die eine eurer Fertigkeiten verbessern, sobald ihr sie lest. Manche sind Bücher über die kulturellen Stile der Völker und erlauben euch, verschiedene Rüstungs- und Waffenarten anzufertigen. Und dann gibt es noch allgemeine Wissensbücher, die in eurer Bibliothek gespeichert werden, wo ihr sie jederzeit wieder hervorholen könnt.

Im Laufe eurer Reisen könnte es gelegentlich vorkommen, dass ihr euch in den vier Wänden eines Nichtspielercharakters wiederfindet. Wenn ihr nun fremde Truhen durchwühlt, wäre das natürlich Diebstahl – den ihr hier aber begehen dürft! ESOTU hat für jeden etwas zu bieten, selbst für diejenigen, denen eine Verbrecherkarriere vorschwebt. Ihr erhaltet dafür sogar einen eigenen Fertigkeitsbaum: Lug und Trug. Hier könnt ihr eure Schleichkünste, Schlösserknacken, Taschendiebstahl und dergleichen ausbauen. Natürlich birgt ein solches Leben auch gewisse Gefahren. Wenn euch jemand beim Einstecken seiner Habseligkeiten erwischt, statten euch vermutlich bald die örtlichen Gesetzeshüter einen Besuch ab. Wenn ihr einem Kampf wirklich aus dem Weg gehen wollt, solltet ihr sie also besser gut bezahlen. Außerdem könnt ihr euer Diebesgut nicht an normale Händler verkaufen. Zu eurem Glück wurde aber jede größere Stadt von Gesetzlosen infiltriert, die außerhalb ein eigenes Lager errichtet haben. Dort habt ihr die Möglichkeit, eure illegalen Waren an einen Hehler zu verschachern oder sie zu „waschen“, falls ihr sie selbst verwenden wollt.

KONTAKTE KNÜPFEN

Eigentlich wären das alles Aktivitäten für Einzelgänger, doch ESOTU ist nicht umsonst ein MMO. Das bedeutet, dass ihr eure Handwerksfähigkeiten und Erkundungstouren auch mit anderen Spielern teilen könnt. Wenn ihr nützliche Gegenstände findet oder anfertigt, könnt ihr sie verkaufen, entweder in Gildenläden oder an andere Spieler über das Nachrichtensystem des Spiels.

Apropos „Gilden“: Kontaktfreudige Spieler können auch eine Pause vom Kämpfen einlegen und einer Gilde beitreten, eine Gilde verwalten und/oder eine eigene Gilde gründen. Ihr könnt bis zu fünf verschiedenen Gilden angehören, darunter einer, die ihr selbst ins Leben gerufen habt. Wenn ihr eine eigene Gilde gründet (oder eingeladen werdet, sie beim Beitritt zu verwalten), könnt ihr eine Menge Zeit damit verbringen, sie euren eigenen Wünschen anzupassen – angefangen beim Rangsystem bis hin zu ihrem Wappen. Es kann sich wirklich auszahlen, eine Gilde aufzubauen, denn je größer sie wird, desto mehr Optionen werden euch zur Verfügung stehen. (Eine Gilde mit 50 Mitgliedern kann beispielsweise ihren eigenen Laden zum Verkauf von Gegenständen öffnen.)

Ihr wollt euch lieber entspannen und Zeit mit euren Freunden verbringen? ESOTU hat unterschiedlichste Möglichkeiten parat, um mit anderen zu interagieren, wie beispielsweise die konsoleneigenen Sprachchats. Ihr könnt entweder verschiedene Kanäle für den Sprachchat auswählen oder auch einfach mit anderen Spielern reden, die sich in eurer Nähe aufhalten. Ihr müsst also nicht einmal befreundet oder in derselben Gilde sein, um mit anderen kommunizieren zu können.

Wenn ihr euch lieber in Ruhe ins Abenteuer stürzen wollt, könnt ihr diese Funktion natürlich auch deaktivieren. Vielleicht interagiert ihr ja lieber mit den gut über hundert Gesten, die im Spiel verfügbar sind (Winken, Tanzen usw.)? Konsolenspieler kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten: Ihr könnt bis zu acht Favoriten in einem Radialmenü speichern, das ihr ganz einfach durch Halten der rechten Richtungstaste aufruft. Damit könnt ihr dann per simplem Knopfdruck mit dem Hintern wackeln. (Alternativ stehen die über hundert Gesten auch direkt im Menü "Soziales" zur Nutzung bereit.)

Das Beste an all diesen nicht-kämpferischen Aktivitäten? Euer Charakter wird trotzdem weiterwachsen, sich verbessern und aufsteigen. Euer Spiel entwickelt sich also weiter, selbst wenn ihr niemals ein Schwert oder einen Stab auch nur anrührt. Damit würdet ihr zwar eine ganze Menge verpassen ... aber letztendlich liegt die Entscheidung ganz bei euch. Und genau das ist es, was Elder Scrolls-Spiele schon immer ausgemacht hat.

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Joe Rybicki

Contributor