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The Elder Scrolls: Legends

The Elder Scrolls: Legends
16. Januar 2018

5 Einsteiger-Fehler bei The Elder Scrolls: Legends – und wie ihr sie vermeidet

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The Elder Scrolls: Legends

Bei The Elder Scrolls: Legends sind Können, Strategie, Einfallsreichtum und ein wenig Glück gefragt.

Jeder Fehler und jedes Missgeschick bedeutet zugleich eine Gelegenheit, etwas dazuzulernen und ein besserer Spieler zu werden.

"Aus Fehlern lernen" ist ja schön und gut, aber noch besser wäre es, wenn man gewisse Unsitten erst gar nicht annimmt. Deshalb widmen wir uns heute fünf Fehlern, für die Einsteiger (und auch manche erfahrenen Spieler) anfällig sind und verraten, was ihr gegen diese schlechten Angewohnheiten tun könnt.

Einige Tipps gelten für Sammelkartenspiele im Allgemeinen, während andere sich speziell auf The Elder Scrolls: Legends und seine einzigartigen Features beziehen, zum Beispiel …

Runen voreilig zerbrechen

Allzu oft spielen übereifrige Naturen zunächst neue Karten aus und kümmern sich erst anschließend um Angriffe. Es schadet ja nicht, eine stärkere Präsenz auf dem Spielfeld aufzubauen, wenn der Gegner während eures Zugs nicht reagieren kann … oder?

Doch das Runensystem von The Elder Scrolls: Legends lässt Spieler automatisch zusätzliche Karten ziehen (und vielleicht sogar ausspielen), sobald sie eine bestimmte Anzahl von Lebenspunkten verloren haben. Wenn ihr nicht aufpasst, kann euer Gegner deshalb sehr wohl zurückschlagen.

Zieht euer Kontrahent durch die zerstörte Rune eine Prophezeiung-Karte, spielt er sie mitten in eurem Zugs aus. Dann könnte plötzlich ein Wächter den nächsten Angriff blocken oder eine eurer Kreaturen vom Spielfeld entfernt werden.

Was tun, damit der gerade ausgespielte Finisher nicht Opfer eines spontanen Durchdringenden Speers wird? Erst angreifen, dann Karten ausspielen! Natürlich gibt es einige Karten, die ihre Wirkung am besten vor dem Angriff entfalten. Zum Beispiel kann Göttlicher Eifer eure Kreaturen stärken oder Schattenfenn-Priester einen lästigen Wächter entfernen. Aber normalerweise ist es besser, einer möglichen gegnerischen Prophezeihung-Karte so wenig Ziele wie möglich zu bieten.

"Takt"-volle Spielanalyse

"Wer gewinnt?" ist bei The Elder Scrolls: Legends eine trügerische Frage. Die Gesundheit der Spieler zu vergleichen, scheint eine einfache Methode zu sein, um herauszufinden, wer gerade vorne liegt. Doch andere Faktoren können das Blatt schnell wenden: Welche Kreaturen sind auf dem Spielfeld und wie viele Karten auf der Hand, wo zerbricht die nächste Rune?

Neue Spieler sollten sich deshalb mit dem "Takt" (englisch: "Clock") als Maß vertraut machen. Unter diesem Begriff verstehen wir die Anzahl der Runden, die benötigt werden, um einen Spieler zu schlagen. Könnt ihr zum Beispiel einem Gegner mit 15 Gesundheit pro Runde konstant fünf Schaden zufügen, dann beträgt der Takt drei Runden.

Ein Legends-Match ist im Grunde ein Wettrennen, die Gesundheit des Gegners auf null zu bringen. Deshalb ist es bei der Planung des nächsten Zugs wichtig zu erkennen, wer bei diesem Rennen "vorne" liegt. Die meiste Gesundheit, die größte Kartenauswahl und die tollsten Kreaturen nützen nichts, wenn der Gegner euch in weniger Runden besiegen kann. Insbesondere, wenn besagter Gegner Schadensüberraschungen wie Sturmangriff-Kreaturen oder einen Blitz in petto hat.

Ring der Magicka verschwenden

Wenn euer Gegner in einer Partie den Vortritt hat, riecht das nach einer vorprogrammierten Niederlage, kann aber in Wirklichkeit ein Segen sein. Vorausgesetzt, ihr setzt ein gewisses Schmuckstück richtig ein.

Der Ring der Magicka entschädigt euch dafür, dass ihr erst als Zweiter drankommt. Er verschafft einen zusätzlichen Magicka-Punkt für eine Runde, aber da er sich nur dreimal benutzen lässt, sollte sein Einsatz wohlüberlegt sein. Schließlich wollt ihr ihn nicht aufbrauchen, bevor ihr sein Potential voll ausschöpfen könnt.

Zu Beginn einer Partie ist es verführerisch, durch fleißigen Ring-Gebrauch mit dem Gegner mitzuhalten. Klar ist es aufregend, eine Karte eine Runde früher auszuspielen, als es sonst möglich wäre. Aber wenn ihr in der nächsten Runde nicht darauf aufbauen könnt, verschwendet ihr die kostbare Zusatz-Magicka.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ihr den Ring immer für die Endphase aufheben müsst. Der Trick besteht darin, einen gesunden Mittelweg zu finden. Haltet durch den Ring der Magicka beim Tempo mit; versucht also, pro Runde eine Karte auszuspielen und lasst den Gegner nicht davonziehen.

Diese Strategie ist besonders hilfreich, wenn ihr Pech mit den Anfangskarten habt. Zwei Kreaturen mit Kosten 3 auf der Starthand? Da lohnt sich der Einsatz des Rings in der zweiten Runde, um eine Kreatur auszuspielen und die andere für die folgende Runde zu behalten. Die wahre Stärke des Rings liegt darin, ständigen Druck auf euren Gegner auszuüben – nicht, auf einen Schlag möglichst viel Schaden rauszuhauen.

Feld-Reihe vernachlässigen

Bei The Elder Scrolls: Legends sorgen spezielle Reihen für zusätzliche strategische Tiefe. So kommt es nicht nur darauf an, was ihr ausspielt, sondern auch wo. In einer Legends-Standardpartie gibt es zwei Reihen: links die sogenannte Feld-Reihe (ganz ohne Spezialregeln) und rechts die schützende Schatten-Reihe.

Die Schatten-Reihe gewährt allen Kreaturen Deckung, die in ihr ausgespielt oder in sie verschoben werden. So sind sie eine Runde lang vor Angriffen sicher. Wegen dieser Schonfrist ist es verlockend, neue Kreaturen bevorzugt in der Schatten-Reihe zu beschwören. Aber ihr solltet nicht nur auf diese eine Reihe fixiert sein.

Es gibt bestimmte Kreaturen, die enorm davon profitieren, wenn sie eine Runde lang Deckung erhalten, denkt nur an Schlüsselwörter wie Dieb oder Tödlich. Ohne den Schutz der Schatten-Reihe werden sie leicht zum Opfer, bevor sie eine erste Angriffsgelegenheit haben. Deshalb kann es schwierig sein, die Vorherrschaft über die Feld-Reihe zurückzuerobern

Das Ringen um die Kontrolle beider Reihen will geübt sein. Kreaturen mit Eigenschaften wie Sturmangriff oder Wächter, die von der Schatten-Reihe ohnehin nicht profitieren, machen den Kampf an zwei Fronten etwas leichter. Dabei sind auch Karten nützlich, die Kreaturen zwischen den beiden Reihen verschieben.

Die Kurve nicht (hin-)kriegen

Schon vor Beginn einer Partie könnt ihr euch das Leben unnötig schwermachen: Wer die Magicka-Kurve seiner Decks nicht beachtet, schmälert seine Siegeschancen. Das gilt sowohl für die Arena als auch Decks, die ihr mit eurer Kartensammlung baut.

Was ist diese "Kurve"? In vielen Kartenspielen bezieht sich dieser Begriff auf eine Deckbaustrategie. Sie verspricht eine höhere Wahrscheinlichkeit, die richtigen Karten zur richtigen Ausspiel-Zeit auf der Hand zu haben.

In Legends seid ihr "auf der Kurve", wenn ihr mit eurem Deck in Runde 1 eine Karte mit Kosten 1 spielen könnt, in Runde 2 eine Karte mit Kosten 2, und so weiter. Um eine gute Kurve hinzukriegen ist es wichtig, bei der Deckzusammenstellung auf das "Magicka-Kosten"-Diagramm zu achten.

Ihr wollt generell mehr Karten mit niedrigen Kosten, um etwas für den Spielbeginn in der Hand zu haben, wenn das Magicka knapp ist und noch nicht viele Karten gezogen sind. Je höher die Magicka-Kosten, desto weniger Karten fügt ihr hinzu, so dass das Diagramm wie ein gleichmäßiges Gefälle – oder eine Kurve – aussieht.

Wenn Spieler nicht auf ihre Magicka-Kosten achten, wächst die Gefahr, die falsche Karte zur falschen Zeit zu ziehen. Ein Übermaß an billigen Karten erschwert es euch, in späteren Runden mit den dicken Kreaturen eures Gegners mitzuhalten. Zu viele teure Karten zu Spielbeginn sorgen dagegen dafür, dass ihr einige Runden lang nichts ausspielen könnt. Ihr braucht also eine ausgewogene Balance von guten Karten für den Beginn, die Mitte und die Endphase einer Partie.

Für manchen Spielstil machen andere Kurvenvarianten vielleicht mehr Sinn. Und natürlich sorgen Zufallselemente für verblüffende Momente und unerwartete Comebacks. Aber mit einer ausgewogenen Magicka-Kurve erhöht ihr die Chancen, dass die Glücksgöttin auf eurer Seite sein wird.

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Parker Wilhelm

Content Manager